Staatschef Kim Jong Il strebt Paketlösung an
Nordkorea will über Atomprogramm verhandeln

Nordkoreas Führer Kim Jong Il sträubt sich nicht länger gegen eine zweite Runde der Sechs-Nationen-Gespräche über die Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms. Dabei müssten allerdings sämtliche strittigen Fragen in einer Paketlösung zusammengefasst werden, hieß es.

HB PEKING. „Beide Seiten stimmten grundsätzlich überein, das Verfahren der Sechs-Parteien-Gespräche fortzusetzen", berichtete das chinesische Staatsfernsehen nach einem Treffen zwischen Kim Jong Il und dem chinesischen Parlamentschef Wu Bangguo am Donnerstag in Pjöngjang: Wann die neue Runde statt finden soll, blieb aber offen.

Kim Jong Il hat demnach betont, dass die USA eine Paketlösung akzeptieren sollten. Wie das Fernsehen weiter berichtete, habe Chinas Parlamentschef seinerseits unterstrichen, „dass die Sorgen der USA und Nordkoreas zur gleichen Zeit gelöst werden sollten“. Beide Seiten unterstützten eine friedliche Lösung der Nuklearfrage durch Dialog, berichtete Chinas Staatsfernsehen weiter. Der Parlamentschef ist zu einem dreitägigen Besuch in Nordkorea.

Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bestätigte die Bereitschaft Nordkoreas zu der zweiten Runde. „Die Delegierten aus Nordkorea und China kamen bei dem Treffen in Pjöngjang darin überein, die friedliche Beilegung des Atomstreits zwischen den USA und Nordkorea zu unterstützen,“ zitierte die südkoreanische Agentur Yonhap. Nordkorea sei zur Gesprächsteilnahme unter der Bedingung bereit, dass dadurch eine Paketlösung für alle strittigen Fragen gefördert werde, hieß es weiter.

Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland hatten Ende August unter chinesischer Vermittlung die Sechser-Gespräche in Peking aufgenommen, deren Ziel ein Ende des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms ist. Pjöngjang fordert dafür unter anderem einen Nicht-Angriffs-Pakt der USA und hatte seine Teilnahme an weiteren Gesprächen immer wieder in Frage gestellt. US-Präsident George W. Bush hat aber nur multilaterale Sicherheitsgarantien in Aussicht gestellt. Nach anfänglichem Zögern hatte Nordkorea am Wochenende erstmals erklärt, das Angebot unter bestimmten Bedingungen zu prüfen.

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