Staatsdefizit 2009 Athen soll auf Druck gefälscht haben

Die Staatsanwaltschaft Athen erhebt den Vorwurf, dass Griechenlands Staatsdefizit 2009 auf Druck der EU zu hoch angesetzt worden sei. Nun soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss den Verdacht prüfen.
53 Kommentare
Proteste gestern vor dem Parlament in Athen. Quelle: Reuters

Proteste gestern vor dem Parlament in Athen.

(Foto: Reuters)

AthenEin parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll in Athen untersuchen, ob die Zahlen zum griechischen Staatsdefizit 2009 manipuliert worden sind. Dies beschloss das griechische Parlament in der Nacht zum Donnerstag mehrheitlich, laut einer Mitteilung. Damit folgte es einer Einschätzung des für Finanzverbrechen zuständigen Athener Staatsanwaltes Grigoris Peponis: Er hegt den Verdacht, Griechenlands Staatsdefizit sei auf Druck von Politikern Ende 2009 von 12 auf 15,4 Prozent künstlich erhöht worden. Spekulationen zufolge sollte damit der EU entgegengekommen werden.

Peponis hatte Anfang des Jahres eine entsprechende Akte an den höchsten griechischen Gerichtshof übermittelt. Dieser leitete sie dem Parlament in Athen weiter. Der Untersuchungsausschuss muss nun in den nächsten Wochen zu einem Ergebnis kommen. Dann entscheidet das Parlament, ob jemand dafür strafrechtlich verfolgt werden soll.

Der Chef der griechischen Statistikbehörde Elstat, Andreas Georgiou, hatte in den vergangenen Wochen immer wieder erklärt, sie sei unabhängig, bekomme keine Regierungsbefehle und führe auch keine aus. Peponis hatte neben dem Chef der Elstat auch den früheren Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou und den ehemaligen Finanzminister Giorgos Papakonstantinou ins Visier genommen.

Peponis' Vermutungen fundieren griechischen Berichten zufolge auf Aussagen einiger Mitarbeiter der Statistikbehörde. Diese hatten ausgesagt, sie seien unter Druck gesetzt worden, das Defizit höher zu berechnen, als es 2009 wirklich war. Dies jedoch steht im Gegensatz zu wiederholten Feststellungen der EU, die das griechische Defizit auf 15,4 Prozent korrigiert hatte. Eine Elstat-Mitarbeiterin hatte im Sommer 2011 behauptet, die EU habe absichtlich erhöhte Werte gefordert, um das harte Sparprogramm für Griechenland durchzusetzen.

  • dpa
Startseite

53 Kommentare zu "Staatsdefizit 2009: EU soll Athen zu Fälschung gedrängt haben "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die verkommenden Medien und Justiz decken diese kriminellen EU Parasiten und BANKSTER, sitzen gemeinsam im Luxusboot.

    Wenn das Volk den Neuanfang will muss es aktiv werden, ansonsten fressen die Parasiten bis auf den blanken Volksknochen, DAS IST SICHER!!!

  • EU soll Athen zu Fälschung gedrängt haben ---
    --die EU habe absichtlich erhöhte Werte gefordert, um das harte Sparprogramm für Griechenland durchzusetzen.-
    ------
    Möglich ist alles. Dass die EU-Truppe eine korrupte zwielichtige Seilsschaft ist, das ist jedem denkenden Menschen klar geworden.
    Sie treiben ihr Unwesen, unter Vorspielung falscher Tatsachen, man kann nur noch staunen, nur noch wütend werden über so viel Machenschaften -soviel Unsinn, der dort veranstaltet wird. Wird dem nicht Einhalt geboten dann wird die EU zu "Europas Untergang".
    Jeder, der um die Dinge weiß, der aufgrund seiner Position Möglichkeiten hat, dagegen anzugehen, dieses aber nicht tut, der macht sich mitschuldig am End- Ergebnis. Derzeit machen sich viele zum Hehler.
    Ohne Mitarbeit der Medien ist diese verheerende Entwicklung, dieses betrügerische Kartell nicht zu stoppen.
    Manchmal denke ich nur noch: Sehen denn die Verantwortlichen - die Medien - die Bürger nicht, was da produziert und gerade sehr listig installiert wird?
    Wenn wir das alle nicht sehen wollen, dann müssen wir mit den Konsequenzen leben. Dann geschieht uns recht.
    Nochmal: Die Medien haben es in der Hand, was zu tun, Mut zu zeigen und voran zu gehen, den Irrsinn zu stoppen. Mit ihnen steht und fällt alles. Wer geht endlich frontal zur schonungslosen Aufklärung über? Die Lügenberge türmen sich schon in schwindelde Höhen.

  • @rainer 76
    Möglich, dass Griechenland ziemlich unbehelligt durch den zweiten Weltkrieg gekommen wäre, hätte es sich auf die Seite Mussolinis und Italiens gestellt. Es hat eine Allianz mit den Briten vorgezoegen.Die Deutschen griffen erst ein als der italienische Vormarsch ins Stocken geriet. Im übrigen verzögerte der Angriff auf Griechenland den Einsatz in Russland und hat damit nicht unerheblich die Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg mitverursacht.

  • @HansH
    Ich werde jetzt hier bestimmt keine Kriegschluddebatte führen.
    Ja, ich glaube auch, dass sich die anderen nicht immer perfekt verhalten hatten - ich bin aber davon überzeugt, dass ein Großteil der Aggression von Deutschland begann.
    Und bezüglich Griechenland - welche Schuld hatte Griechenland, dass die Wehrmacht dieses Land besetzte und starken Schaden anrichtete?
    Weil sich General Metaxa Mussolini wiedersetzte? Weil es im Weg stand?

  • Ich möchte hier jetzt auch mal kurz etwas zum punkto Krieg los werden.
    Ich würde mal sagen das die anderen auch nicht ganz unschuldig für den Kriegsanfang sind.
    Eins ist sicher, die Geschichtsbücher werden immer von den Siegern geschrieben und nicht von den Besiegten. Ich möchte euch bitten schaut euch mal das Video an.

    http://m.youtube.com/index?desktop_uri=%2F%3Fgl%3DDE%26hl%3Dde&hl=de&gl=DE#/watch?v=c6Llz9qJRpI



    HansH

  • @ R. Rath
    Sie haben natürlich vollkommen Recht, natürlich hat Deutschland auch stark nach / im Krieg gelitten (vielleicht gar am meisten, aber das vermag ich aber nicht zu beurteilen) - man muss ja heute nur mit offenen Augen durch die meisten Innenstädte Deutschlands gehen und dann erahnt man wohl nur einen Bruchteil von dem was zerstört wurde...
    Aber wir hatten nun mal den Krieg begonnen und zunächst das Leid in andere Länder getragen die bis dahin ein zum Teil friedliches Dasein führten.
    Ich meinte mit "Glück gehabt" (ich hatte es bewußt in Anführungszeichen geschrieben), dass es hätte noch viel schlimmer kommen in den Jahrzehnten nach dem Krieg. Und so wenig ich das vielleicht auch innerlich will (zumal ich persönlich und auch meine Eltern nicht am Krieg beteiligt waren), haben wir, und davon bin ich fest überzeugt, noch eine besondere Verantwortung.

  • @rainer 76
    "Nach dem 2. Weltkrieg Glück gehabt"
    Na so ein ganz großes Glück war es nicht gerade im Hungerwinter 1946/47 mußten ca 600000 meist Frauen und Kinder ihr Leben lassen, weil die Lebensmittelrationen auf ein Minimum gesetzt wurden. Deutschland verlor ein Drittel seines Staatsgebietes. Bei den Umsiedlungen kurz vor und nach dem Ende des 2. Weltkrieg verloren 1,5 Millionen Menschen ihr Leben.Es gab umfangreiche Demontagen von Industrieanlagen und ihren Transport in die UdSSR , zahllose deutsche Kriegsgefangene sind nach Ende des Krieges in den Lagern umgekommen.
    Also so ganz kostenlos war die Sache denn doch nicht wie Sie vermuten.
    Das soll keine Aufrechnung sein, Gott bewahre, nur ein paar Zahlen und Tatsachen.

  • @oops

    Jeder argumentiert so selbstvergessen oder bewußt wie es seinen Interssen enspricht, Sie auch!
    Ihr Interesse ist offenbar ein anderes Interesse, als dasjenige, das Sie kritisieren.
    Wer mir ein neues Auto verkaufen will, kritisiert mein altes als einen alten Schrotthaufen,auch wenn es vielleicht noch ganz gut läuft.
    Keine Kritik ohne Interesse. Na, vielleicht haben Sie es ja jetzt verstanden.

  • @Sophia
    Ich denke, dass wir mittlerweile innerhalb Europas was den Wohlstand angeht eine der Spitzenpositionen belegen (trotz des "ewigen Belchens"). Was wohl einerseits an unserer ich nenne es mal Arbeitsmentalität liegt und andererseits muss man ganz deutlich sagen, dass wir nach dem Weltkrieg eher kaum für das zahlen mussten, was wir in Europa angerichtet hatten. Das war von den westlichen Siegermächten sicherlich nicht ganz uneigennützig - schließlich wollte man einen starken Partner gegen den Kommunismus an seiner Seite haben. Wir haben also quasi "Glück gehabt". Man wollte uns damals auch eine Chance geben wieder ein produktives blühendes Land aufzubauen, was auch die Generationen vor mir mit Bravur geschafft hatten.
    Seit einigen Jahren sind wir in der Situation wo wir, so finde ich, verpflichtet sind ein wenig zurückgeben. Denn stellen Sie sich mal vor, wie Deutschland heute wäre, hätte man damals Schadensersatzvorderungen alla Versailler Vertrag durchgeführt...
    Und bezüglich Griechenland - wissen nur die wenigsten Deutschen, dass es im zweiten Weltkrieg extrem unter der deutschen Besatzung gelitten hatte. Es hatte von allen nicht-slawischen Ländern bei Weitem die höchsten Besatzungsverluste erlitten. So wurden zB. die meisten Lebensmittel wurden für die deutschen Truppen abgezogen und es kam zu einer großen Hungerkatastrophe und einer Säuglingssterblichkeit von 80%!
    Und da Griechenland nach dem Ende des Weltkrieges in einen Bürgerkrieg fiel, wurden die Interessen und Entschädigungsansprüche Griechenlands nicht verwirklicht.
    Ich meine damit nicht, dass wir jetzt die Hälfte vom unserem Staatsaushalt anderen Ländern als Wiedergutmachung geben sollten. Ich meine aber, dass wir nicht vergessen sollten, was wir für eine Geschichte haben und warum es uns heute so gut geht. Somit sind wir verpflichtet anderen Ländern zu helfen damit sie prosperieren und nicht großmäulig schulmeisterlich über diese Länder herziehen.

  • Tja, Die Negation, der Negation der Negation der Negation der Negation der Negation ist positiv oder negativ? das sollte man mal untersuchen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%