Staatsfinanzen der Euro-Länder gefährden wirtschaftliche Entwicklung
OECD rechnet kurzfristig mit deutlicher Konjunkturerholung

Einem OECD-Bericht zufolge werde die Konjunktur in der Eurozone zwar kurzfristig kräftig anspringen. Langfristig müssten aber die Staatsfinanzen saniert werden, um die Konjunktur nicht abzuwürgen.

HB BERLIN. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für nächstes Jahr mit einem kräftigen Konjunkturschub in der Eurozone. Die Wirtschaft in den zwölf Mitgliedsländern der Währungsunion werde nach 1,6 Prozent in diesem Jahr um 2,4 Prozent im Jahr darauf wachsen. Das berichtete das Magazin «Spiegel» am Samstag vorab unter Berufung auf den Bericht «Euro Area Revue», den die Organisation der Industriestaaten kommende Woche veröffentlichen werde.

Allerdings hält der Konjunkturoptimismus nicht lange an: Die langfristigen Aussichten seien den OECD-Experten zufolge weniger positiv, hieß es. Vor allem müssten die Finanzen der Länder der Euro-Zone entschiedener saniert werden, empfiehlt die OECD. Die Einhaltung der Maastricht-Stabilitätskriterien sei dem Bericht zufolge das Mindeste, um die Konjunktur langfristig nicht zu gefährden. Außerdem mahnt die OECD mehr Wettbewerb auf den Gütermärkten und mehr Lohnflexibilität an.

Überdies müssen ein gemeinsamer Markt für Dienstleistungen geschaffen und die zersplitterten Märkte für Banken- und Versicherungsangebote länderübergreifend zusammengefasst werden, hieß es dem «Spiegel» zufolge im OECD-Bericht.

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