Staatskonzern MVM
Ungarn will Eon Gasfirmen abkaufen

Ungarns Regierung will den Einfluss auf die Energieversorgung weiter ausbauen: Der Staatskonzern MVM will Gasfirmen von Eon übernehmen. Das Geschäft könnte noch dieses Jahr stattfinden: Eon drücken Milliardenschulden.
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BudapestDer staatliche ungarische Versorger MVM will mehrere heimische Gasfirmen des Energiekonzerns Eon übernehmen. MVM habe eine nicht bindende Absichtserklärung unterzeichnet, teilten die beteiligten Unternehmen am Mittwoch mit.

Zu den ins Visier genommenen Firmen gehören unter anderem die beiden Gasvertriebsunternehmen von Eon in Ungarn. MVM prüfe nun die Bücher, bevor Verhandlungen über den Preis folgen könnten. Die Transaktion könne noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban will den Einfluss auf die Energieversorgung ausbauen. Im Herbst hatte MVM bereits für umgerechnet 136 Millionen Euro eine RWE-Beteiligung von 49,8 Prozent an einem Budapester Gasversorger übernommen.

RWE, Eon und EnBW im Wettbewerbsvergleich

Wo die Energie herkommt

Anteil an der Stromerzeugung, in Prozent

Im März 2013 hatte Eon schon einmal Gasgeschäfte an MVM veräußert und dabei rund 870 Millionen Euro kassiert. Eon-Chef Johannes Teyssen hat in den vergangenen Jahren ein ganze Reihe von Beteiligungen abgestoßen. Eon macht wie dem Konkurrenten RWE die Energiewende zu schaffen. Den Konzern drücken Schulden von über 33 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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