Staatskrise
US-Kriegsschiff nimmt Kurs auf libanesische Küste

Angesichts der angespannten politischen Lage im Libanon haben die USA ein Kriegsschiff in die Region entsandt. „Dies ist ein sehr, sehr wichtiger Teil der Welt und Stabilität dort und im gesamten Nahen Osten ist ein wichtiges Ziel für uns“, sagte US-Generalstabschef Admiral Mike Mullen. Vor der Küste des Libanons kreuzt ein Marineverband der Uno.

HB WASHINGTON. Der Libanon hat seit November keinen Präsidenten. Die von Syrien unterstützte Opposition und die westlich orientierte Regierung können sich nicht auf einen Kompromiss einigen, der die Staatskrise beenden würde.

Der Lenkwaffen-Zerstörer USS „Cole“ habe bereits am Dienstag Malta verlassen, erklärten US-Militärs am Donnerstag. Die Entsendung der „Cole“ sei nicht allein gegen Syrien gerichtet, sagte Mullen. Es sei geplant, dass „eine gewisse Zeit“ eine ganze Gruppe von Schiffen dort operieren werde.

Militärkreisen zufolge könnte die „Cole“ langfristig durch das Amphibische Angriffsschiff USS „Nassau“ ersetzt werden, das auf dem Weg ins Mittelmeer sei. Die „Nassau“ kann Hunderte Marineinfanteristen und Kampfhubschrauber aufnehmen. Bei einem Anschlag der radikal-islamischen Al-Kaida auf die „Cole“ waren im Oktober 2000 vor der Küste Jemens 17 US-Matrosen getötet worden.

Vor der Küste des Libanons kreuzt ein Marineverband der Uno, der den Waffenschmuggel an die radikal-islamische Hisbollah unterbinden soll. Bislang hatte Deutschland die Befehlsgewalt. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sollte im Laufe des Tages im Libanon an einem Kommandowechsel teilnehmen, bei dem die Führung an einen multinationalen Verband übertragen wird. Während drei deutsche Schiffe mit rund 150 Soldaten an Bord aus der Region abgezogen werden, bleiben eine Fregatte, zwei Minensuchboote und Versorgungsschiff sowie etwa 500 deutsche Soldaten im Einsatz.

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