Ein geordneter Staatsbankrott, das machten vor allem Vertreter der Großbanken den Regierungsvertretern deutlich, sei aus Sicht der Finanzmärkte durchaus möglich und könne das Vertrauen in die Stabilität der Währungsunion zurückgewinnen. Dafür allerdings müsse noch Zeit gewonnen werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Philipp Rösler sowie ihre Wirtschaftsexperten sehen das genauso. Deshalb will das Kabinett jetzt möglichst schnell den Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone verabschieden und in den anderen Krisenländern die Reformen vorantreiben. "Wenn die Euro-Zone stabilisiert ist, muss eine Entscheidung über die Zukunft Griechenlands getroffen werden", hieß es in Regierungskreisen. Vor allem Italien soll bis dahin solide dastehen, so dass Spekulanten kein Anlass geboten wird, den Euro an seiner empfindlichsten Stelle anzugreifen.
Auch wenn die Banken die Risiken eines griechischen Staatsbankrotts und eines Austritts des Landes aus der Währungsunion als beherrschbar betrachten, so warnen Ökonomen doch vor erheblichen Verwerfungen: Damit die Griechen nicht die Banken stürmen, müsste die Regierung in Athen die Institute vorübergehend schließen und mit Devisenkontrollen sicherstellen, dass die Bürger ihre Euro nicht außer Landes schaffen.
Die neue griechische Währung würde massiv abwerten, sobald sie frei gehandelt werden dürfte. Die Ersparnisse der Griechen würden teilweise vernichtet. "Der Austritt wäre ein halber Abschied aus der Europäischen Union und würde das Land womöglich auf den Stand der sechziger oder siebziger Jahre zurückwerfen", warnt der Oxford-Ökonom Clemens Fuest.
Das Volumen der Kredite beläuft sich insgesamt auf 92 Milliarden und teilt sich folgendermaßen auf:
IWF: 20 Milliarden
Euro-Länder: 53 Milliarden
Sonstige: 19 Milliarden
Gesamt: 260 Milliarden Euro, davon 55 Milliarden Euro bei der EZB
40 Milliarden Euro (sollen umgeschuldet werden)
40 Milliarden Euro (sollen umgeschuldet werden)
30 Milliarden Euro (sollen umgeschuldet werden)
15 Milliarden Euro (sollen umgeschuldet werden)
Bei Investment-, Staats-, Pensions- und Hedgefonds sind es 70 Milliarden Euro (sollen umgeschuldet werden)
Die griechischen Gläubiger im Ausland müssten die alten Euro-Staatsanleihen in Bonds der neuen Währung umtauschen - mit entsprechenden Wertverlusten. Einige Banken, die viele griechische Anleihen halten und noch kaum Wertberichtigungen vorgenommen haben, könnten in Schieflage geraten und Kapitalspritzen vom Staat benötigen. Europäische Banken außerhalb Griechenlands haben immer noch Griechenland-Anleihen im Volumen von 40 Milliarden Euro in ihren Büchern.
Das größte Problem aber ist die Gefahr einer Ansteckung. Ein Austritt Griechenlands würde eine Schockwelle durch die Finanzmärkte schicken. Die Spekulation, welches Land als nächstes die Währungsunion verlassen könnte, begönne. Darauf könnten die Menschen etwa in Portugal mit einem Sturm auf die Banken reagieren.
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@ Augias, Reihenfolge beachten! Das geht nicht sofort auss geohistorischen und geostrategischen Gründen. Nie darüber nachgedacht, warum sich die griechischen Politiker derart värhalten?. Wir müssen den Februar- oder März- Tender der ECB abwarten. Zahlenangaben schwanken zwischen Null- 500 Milliarden- bis 1 Billionen.
Wer hat früher regelmäßig abgewertet? Richtig die PIIGS+F ! Unter dem EURO sind Abwertungen
nicht mehr möglich. Bei einer "normalen" externen Abwertung (also über die Währung) werden vorwiegend nur die Importe teurer. Milch, Käse, Brot, Oliven (die Lebensgrundlagen der Menschen) verändern sich kaum – der VW oder Mercedes werden teurer. Hingegen sind "Innere Abwertungen" politisch schwer bis nicht durchsetzbar und vor allem aber haben sie enorm schädliche Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft, da für die Menschen ALLES schlagartig teurer wird. Arbeitsplätze werden vernichtet, die Wirtschaft bricht zusammen, Leistungsbilanzdefizite (=Schulden) wachsen ungebremst weiter (wie derzeit in Greece zu sehen). Den hirnlosen Abnickern zu den Rettungsschirmen im Bundestag sei gesagt: Die Länder NL, FIN, A und D müssen die Kosten unterlassener Abwertungen der PIIGS+F von über 10 Jahren und in Zukunft bezahlen. Auch gehebelte Rettungsschirme werden nicht helfen! Für eine nur VORÜBERGEHENDE Euro-Rettung werden mindestens 5-6 Billionen EURO erforderlich sein (=Ausgleich Wettbewerbsunfähigkeit der PIIGS+F). Das sozialistisch planwirtschaftliche Zwangs-Regime EURO ruiniert die Wettbewerbsfähigkeit sowie die demokratischen Strukturen der einzelnen Länder und muss schnellstens weg, bevor ALLE versklavt und pleite sind. Die Kanzlerin, welche selbst nicht einmal Brutto von netto unterscheiden kann, lanciert den armseligen Spruch "Scheitert der EURO, scheitert Europa". Falsch, nicht der EURO muss gerettet werden, sondern Europa vor dem EURO. Nationale Währungen mit Abwertungsmöglichkeiten, nur hier liegt die wirtschaftliche und politisch sinnvolle Lösung – der EURO muss weg, sofort, denn er zerstört nachhaltig die wirtschaftlicheWettbewerbsfähigkeit der Länder.
Der osmanische Sultan war froh, als er damals die Griechen los war. Die Griechen hatten damals die Kasse des Sultans mehr belastet als er in Griechenland eingenommen hatte. Die schlechte Steuermoral der Griechen ist ein Relikt aus der Zeit der Osmanen, denn damit hat man die Osmanen letztlich bezwungen.
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