Staatspräsident Sampaio muss über vorgezogene Neuwahlen entscheiden
Portugals Ministerpräsident Barroso zurückgetreten

Der 48-jährige Konservative hat damit den erwarteten Schritt getan, der ihn am Ende ins Amt des EU-Kommissionspräsidenten führen wird. Bis auf weiteres wird er aber die Übergangsregierung seines Landes führen.

HB LISSABON. Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am Montag wie angekündigt seinen Rücktritt als Regierungschef Portugals eingereicht. Nach einem Treffen mit Staatspräsident Jorge Sampaio in Lissabon kündigte der 48-Jährige Konservative an, dieser habe seine Demission angenommen. Er sei aber bereit, bis auf weiteres eine Übergangsregierung zu führen, sagte Barroso weiter.

Der Sozialist Sampaio muss in den nächsten Tagen entscheiden, ob er vorgezogene Parlamentswahlen ausruft oder aus den Reihen von Barrosos rechtsliberaler Sozialdemokratischer Partei (PSD) einen Nachfolger benennt. Die von den Sozialisten angeführte linke Opposition, der große Sieger der Europawahlen am 13. Juni, fordert Neuwahlen. Aussichtsreichster Kandidat auf die Barroso-Nachfolge ist Lissabons umstrittener Bürgermeister Pedro Santana Lopes. Der Populist war vergangene Woche zum neuen PSD-Vorsitzenden gewählt worden.

Barroso war nach wochenlangem Streit am 29. Juni von den EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Sondergipfel einstimmig an die Spitze der EU-Kommission berufen worden. Am 22. Juli muss er noch vom Europaparlament bestätigt werden.

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