Staatsschulden EU feilt an „Plan B“ für mögliche Griechenland-Pleite

Das hochverschuldete Griechenland rückt offenbar zunehmend an den finanziellen Abgrund. Das Risiko einer möglichen Pleite lässt die Euro-Staaten nicht unbeeindruckt. In Hauptstädten von Ländern des Eurogebiets wird bereits über mögliche Hilfen Rettungsgelder gesprochen. Bei Experten stößt eine etwaige Nothilfe indes auf massive Bedenken.
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Die Schulden Griechenlands werden mehr und mehr zum Top-Thema für die EU. Quelle: ap

Die Schulden Griechenlands werden mehr und mehr zum Top-Thema für die EU.

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dne/HB BRÜSSEL. Wie Diplomaten am Freitag in Brüssel sagten, sind Hilfen für den finanziell angeschlagenen Partner Griechenland inzwischen nicht mehr ausgeschlossen. Bisher gebe es aber keinen fertigen Unterstützungsplan. Weder die EU-Kommission noch die Bundesregierung bestätigten diese Informationen.

Die Lage ist dramatisch, denn die Schuldenkrise in Athen belastet den Euro erheblich. Griechenland als größter Schuldensünder der Eurozone muss auch hohe Risikoaufschläge für seine langfristigen Anleihen zahlen. Experten befürchten, dass auch Portugal oder Spanien in den Sog der Krise geraten könnten. Es sei die größte Herausforderung für das gemeinsame Währungsgebiet seit der Euro-Einführung 1999.

Die EU-Kommission nahm zu den Informationen zu Nothilfen keine Stellung. Die Bundesregierung teilte mit, sie sehe keinen Grund dazu: „Deutschland verlässt sich darauf, dass Griechenland seine Ankündigungen umsetzt“, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. Das Finanzministerium bekräftigte frühere Angaben, dass die Euro-Gruppe nicht an einem Hilfsprogramm für das südeuropäische Land arbeite.

Für Länder mit der Euro-Währung gibt es keinen festgelegten Hilfsmechanismus zur Vermeidung eines Staatsbankrotts. Während die EU den nicht zur Eurozone gehörenden Ländern Ungarn, Lettland und Rumänien mit Milliardenbeträgen unter die Arme griff, geht dies bei Staaten mit dem Euro nicht. Ein mögliches Szenario wäre, dass große Euro-Länder wie Deutschland oder Frankreich auf freiwilliger Basis Athen bilaterale Kredite einräumen, sagten Diplomaten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington soll nicht in Anspruch genommen werden.

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8 Kommentare zu "Staatsschulden: EU feilt an „Plan B“ für mögliche Griechenland-Pleite"

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  • bei näherer analyse dieses berichtes kommt mir der eindruck ,das beste oder(kleinste übel für alle)deutschland deutschland tritt aus der euro zone aus.die deutsche wärung würde sich entsprechend der wirtschaftskraft einpendeln und so einen allgemeinen ausgleich schaffen.

  • was hättet ihr ohne griechen gemacht? mathe? geometrie? =/ maul halten und zahlen. Wo ist das Gold von uns? lies geschichte erstmal.

    schönen tag

  • Und wenn schon? DAs schlimmste, was bei einer Griechischen Pleite passieren kann, ist, dass der EUR fällt. Und das wollen wir doch alle, oder? inflation fördern lässt die Schulden sinken, der Aussenhandel wird durch den günstigen EUR gefördert,... Warten wir also gemütlich ab. Sollte dabei die eine oder andere bank drauf gehen, so haben wir doch mittlerweile genügend Erfahrungen, wie diese zu retten sind. Kostet garantiert weniger, als Griechenland zu retten und den EUR teuer zu halten. Wetten?

  • Wo bleiben die bewahrer der Marktwirtschaft, die sonst das hohe Lied von Leistung und Gegenleistung
    singen ?
    Wer schlecht wirtschaftet muss dafür einen Preis
    bezahlen. Zum beispiel hohe Zinsen. Warum sollte ein
    Griechenbond nicht 10 oder 20 % bringen. Davon werden heilsame Kräfte ausgehen. Nix mehr mit Tricksereien. Die beschworenen Marktkräfte, würden dann jede ehrliche Sparpolitik mit Zinssenkungen
    belohnen. Zu befürchten ist aber, daß das ganze
    System EU, EWU, EZb usw der reinste betrug ist.
    Nur so richtig merken will das keiner. Liebe Griechen, gebt doch einfach die zehnfache Olivenernte ein und schon klingelt es in Eurer
    Kasse. Mit Wein und sonstwas gehts genauso.
    Rentiere bringen auch EU Knete. Ach ihr habt ja garkeine. ist doch wurscht, das interessiert doch
    keinen Schwanz. ihr wisst doch längst, daß selbiger
    mit dem Hund wackelt und nur wenn es umgekehrt ist, ist was nicht in Ordung.

  • Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist. Genau das passiert gerade mit Deutschland! Die EU läßt uns ganz langsam ausbluten, Deutschland stirbt und keiner merkt es.

  • GRiECHENLAND iST PLEiTE! Diese Dummschwätzer, sei es ein Vize-Regierungssprecher wie auch ein Almunia gehören von der öffentlichen bühne entfernt. Es muß schon jetzt veröffentlicht werden, welche deutschen banken sich an den griechischen Anleihen bedient haben. Sofort!!

  • Es geht hier doch überhaupt nicht darum, GRiECHENLAND zu HELFEN! Viel mehr geht es doch darum DEUTSCHLAND zu SCHWÄCHEN. WiR müssen solange zahlen, bis WiR die Schwächsten sind und am ärmsten dran sind. Merkt das denn keiner? Mit anderen Worten: Deutschland geht es noch zu gut - das muss schnellstens geändert werden!

  • "Die besorgnisse gelten demnach nicht nur dem hoch verschuldeten Griechenland, sondern auch irland, Spanien, Portugal und Zypern."
    Das sagt doch bereits alles. bail out oder bilaterale Darlehen sind Gift und führen zum selben Lerneffekt wie bei den banken infolge der nationalen Sicherungsprogramme.
    Fazit: Lieber ein Squeeze out mit Wiedereinführung der Drachme und dem alten Abwertungsspiel als sinnlose Selbstüberschätzung.

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