Staatsstreich
USA erwägen Sanktionen gegen Honduras

Sorgenfalten in aller Welt: Nach dem Putsch in Honduras fordert UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Wiedereinsetzung von Präsident Manuel Zelaya. Die USA, in Person von Außenministerin Hillary Clinton, denken sogar bereits über Sanktionen nach.

HB NEW YORK/WASHINGTON. Diplomaten aus aller Welt haben am Montag ihre Besorgnis über die Lage in Honduras nach dem Sturz von Präsident Manuel Zelaya geäußert. Der Präsident der UN-Vollversammlung, Miguel d'Escoto, sagte bei einer Debatte im Plenum, "dies ist ein Rückfall in eine Ära, die wir eigentlich als Alptraum der Vergangenheit angesehen hatten". Als Nicaraguaner sei er "beschämt", dass der Putsch in Zentralamerika stattgefunden habe. Lateinamerika und die Karibik stellten die Region mit den meisten Regierungsstürzen weltweit, bedauerte d'Escoto.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte schon zuvor die Rückkehr des demokratisch gewählten Präsidenten Zelaya in sein Amt gefordert. In der UN-Botschaft von Honduras in New York hieß es am Montag, dass sich Zelaya möglicherweise am Dienstagvormittag (Ortszeit) für kurze Zeit zu Gesprächen am UN-Hauptsitz aufhalten werde.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat eine rasche Rückkehr zur Demokratie in dem mittelamerikanischen Land gefordert. "Unsere unmittelbare Priorität ist die Wiederherstellung der demokratischen und verfassungsmäßigen Ordnung", sagte Clinton am Montag. Die USA überprüften zudem mögliche Folgen des Umsturzes vom Wochenende auf die US-Hilfen für Honduras. "Ein großer Teil unserer Unterstützung fußt darauf, dass das demokratische System intakt ist", so Clinton.

Nach dem Sturz von Präsident Manuel Zelaya am Sonntag berief der vom Parlament eingesetzte Interims-Staatschef Roberto Micheletti am Montag seine neue Regierung. Regierungen in aller Welt, darunter die Bundesregierung in Berlin, verurteilten den Staatsstreich.

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