Staatsverschuldung
Rating-Schock für die USA löst heftigen Parteienstreit aus

Der Rating-Warnschuss von Standard & Poor's für die USA zeigt erste Wirkung, aber keine positive: Statt nach Auswegen aus der Schuldenkrise zu suchen, versinken Demokraten und Republikaner im Streit.
  • 5

WashingtonTrotz des Warnschusses der Rating-Agentur Standard & Poor's deutet sich bislang keine Annäherung zwischen Demokraten und Republikanern in der US-Haushaltsdebatte an. Keine Seite signalisierte vorerst Änderungen ihrer Positionen, die einen Durchbruch beim umstrittenen Themen Ausgabenkürzungen in naher Zukunft erwarten lassen würden. Es zeige sich, dass „bei all dem Gerede in Washington nichts auf dem Tisch liegt, was sich bewegt“, sagte Sean West, Haushaltsexperte der Eurasia Group, nachdem S&P am Montag den Ausblick für die Bewertung der US-Kreditwürdigkeit auf „negativ“ von zuvor „stabil“ bewertet hatte und dem weltgrößten Schuldner vor einem Entzug der Bonitäts-Bestnote „AAA“ warnte. Die Kreditwächter begründeten dies mit der Gefahr, dass sich die Politiker in Washington nicht auf einen Kurs zur Reduzierung des ausufernden Schuldenberges einigen können.

An den Finanzmärkten schlug die Entscheidung hohe Wellen. Die Börsen beiderseits des Atlantiks gaben nach und auch die asiatischen Aktienmärkte tendierten am Dienstag im Minus.

 „Mehr als zwei Jahre nach Beginn der aktuellen Krise haben sich die US-Politiker noch immer nicht geeinigt, wie sie den finanzpolitischen Abwärtstrend umkehren oder den langfristigen Finanzdruck angehen“, erläuterten die S&P-Analysten. Die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts der Bestnote innerhalb von zwei Jahren bezifferten sie auf mindestens 33 Prozent. Die USA hätten im Vergleich zu anderen Ländern mit der Bestnote „AAA“ - wie Deutschland - sehr hohe Haushaltsdefizite. „Wie diese reduziert werden sollen, ist uns nicht klar.“ Der S&P-Analyst David Beers erklärte, der Graben zwischen den beiden Parteien im Kongress sei noch nie so groß gewesen.

Die Warnung von S&P erhöht den Druck sowohl auf Präsident Barack Obama als auch auf dem Kongress, einen langfristigen Plan zum Schuldenabbau anzugehen. Die US-Regierung antwortete mit scharfer Kritik und sprach von einer „politischen Entscheidung“ der Ratingagentur, die man zurückweise.

Seite 1:

Rating-Schock für die USA löst heftigen Parteienstreit aus

Seite 2:

Kommentare zu " Staatsverschuldung: Rating-Schock für die USA löst heftigen Parteienstreit aus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Da tritt ein Blinder einem Tauben in den Hintern und fordert ihn auf besser zuzuhören ; -)

    Um zu wissen, dass die USA zu hoch verschuldet sind reicht eigentlich der Hauptschulabschluss und jeden Tag die Tageschau sehen !

    Es wundert mich, dass diese neunmalklugen Herrschaften noch nicht arbeitslos sind. Haben die damals vor den Schrottpapieren der Gier-Banken gewarnt ? Nein ! Ein AAA haben sie denen gegeben !!!

  • haha, solange die unterbelichteten MBA-Ratingidioten den Rest der Welt traktiert haben, hat kein Hahn danach gekräht.
    jetzt, nachdem die Blinden endlich über den größten Dreckhaufen gefallen sind, der sich zur großen Überraschung vor der eigenen Haustür befindet, drehen sie alle durch
    außer Zahlen schaufeln können die Amerikaner nichts, aber auch gar nichts

  • Denke nicht das die US ein Problem mit den chulden Haben sondern ehr damit wie sie gedenken damit umzugehen. Wettregierung und Verschwörungstheorien können so nicht hinhauen, genaugenommen sind wir Regional global nicht in der Lage das hin zu bekommen amen. Wa die Probleme sind das es niemanden zuzutrauen ist eine Verschuldung abzubauen. Wir wissen alle das Viele Staaten es nicht können also geht alles in richtung abwerten, Verluste,Existensvernichtung. Wie da nun geordnet rauskommen, wie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%