Stabilisierung in Europa

Draghi sieht den Euro fast gerettet

An den Finanzmärkten habe sich der Euro als stabile Währung etabliert, meint der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Allerdings dürften sich Europas Staaten auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen.
Update: 24.05.2013 - 00:21 Uhr 53 Kommentare
EZB-Präsident Mario Draghi (l.) signiert einen neuen Fünf-Euro-Schein. Quelle: AFP

EZB-Präsident Mario Draghi (l.) signiert einen neuen Fünf-Euro-Schein.

(Foto: AFP)

London/FrankfurtDie europäische Währungsunion kann nach Ansicht von EZB-Präsident Mario Draghi gestärkt aus der Krise kommen, wenn die Regierungen ihre Hausaufgaben machen und nationale Egoismen nicht die Oberhand gewinnen. Schon heute sei die Euro-Zone stabiler als noch vor einem Jahr, sagte Draghi am Donnerstag in London.

Nach der tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise habe Europa damit begonnen, sich wieder auf seine Stärken zu besinnen und weitere Integrationsschritte unternommen: "Die Antwort auf die Krise war nicht weniger Europa, sondern mehr Europa", sagte er gut zehn Monate nach seiner berühmt gewordenen Londoner Rede Ende Juli 2012, bei der erklärt hatte, die EZB werde alles tun, um den Euro zu retten.

Diese Aussage hatte zusammen mit den in Aussicht gestellten potenziell unbegrenzten Staatsanleihekäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) fast schlagartig für eine Beruhigung an den globalen Finanzmärkten und ein Abflauen der Krise gesorgt. Jetzt erklärte Draghi, die Maßnahmen der EZB, die begonnene Arbeit an der Bankenunion und die harten Reformmaßnahmen in den von der Krise am schwersten getroffenen Länder hätten die vor einem Jahr noch auf den Abgrund zu taumelnde Währungsunion gerettet.

"Wir können heute mit Fug und Recht sagen, dass die Wirtschaft- und Währungsunion stabiler ist, als sie es vor einem Jahr war." Auch die Investoren an den Finanzmärkten seien nun davon überzeugt, "dass der Euro eine starke und stabile Währung ist".

Die europäischen Staaten dürften sich jedoch nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, mahnte der Italiener. Sowohl die Europäische Union als auch die Währungsunion müssten statt dessen noch stärker integriert werden.

Die schmerzhaften Reformen in den Krisenländern würden erste Früchte tragen, so der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter. „Wir sehen dies zum Beispiel an den beeindruckenden Verbesserungen der Exportwirtschaften in Irland, Spanien und Portugal.“ Dennoch bleibe die Situation im Währungsraum eine Herausforderung, sagte Draghi. Die Wirtschaftsleistung schrumpfe seit sechs Quartalen. „Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt schwach.“

"Ich bin allerdings heute sicher, dass unsere Demokratien willens und entschlossen sind einen gemeinsamen Weg zu finden, um diese Institutionen weiter zu stärken, damit sie auch für künftige Generationen die selbe Quelle von Frieden und Wohlstand sein werden, die sie für uns waren", sagte Draghi. Er hält sich normalerweise zurück mit generellen politischen Aussagen, die über den engen Rahmen der Geld-, Finanz- und Wirtschaftspolitik hinausgehen.

Zudem forderte der EZB-Chef, bei der Bankenunion nicht locker zu lassen. Mit der gemeinsamen Aufsicht sei ein wichtiger erster Schritt gemacht. Um die Abhängigkeiten zwischen maroden Kreditinstituten und hoch verschuldeten Staaten zu beseitigen, sei ein einheitlicher Abwicklungsmechanismus aber unverzichtbar. Ähnlich hatte sich zuvor der französische EZB-Direktor Benoit Coeure in Kopenhagen geäußert.

  • rtr
  • dpa
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53 Kommentare zu "Stabilisierung in Europa: Draghi sieht den Euro fast gerettet"

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  • Der Euro ist fast gerettet? Na, wenn Goldman Sachs das sagt...
    Ich würde sagen: Operation gelungen, Patient tot.

  • Ich hätte nichts dagegen, wenn die 30% Nichtwähler im September AfD wählen!

  • @pro-euro:
    Hin und wieder ein Schreibfehler passiert schon mal in einem Textbeitrag.

    Der Umstand, dass bei Ihnen Fehler aber massenhaft auftreten, von mangelnder Rechtschreibkenntnis geprägt sind und dass es Ihnen kaum gelingt, Ihre wirren Gedanken nachvollziehbar zu formulieren, lässt darauf schließen, dass Sie über einen Gesamtschulabschluss aus Bremen oder Berlin verfügen.

    Ihre verbalen Gehirnfürze haben somit das intellektuelle Level eines Pornoheftes.

  • @pro-euro:
    Hin und wieder ein Schreibfehler passiert schon mal in einem Textbeitrag.

    Der Umstand, dass bei Ihnen Fehler aber massenhaft auftreten, von mangelnder Rechtschreibkenntnis geprägt sind und dass es Ihnen kaum gelingt, Ihre wirren Gedanken nachvollziehbar zu formulieren, lässt darauf schließen, dass Sie über einen Gesamtschulabschluss aus Bremen oder Berlin verfügen.

    Ihre verbalen Gehirnfürze haben somit das intellektuelle Level eines Pornoheftes.

  • @Eurowahn:
    Wieder mal ein prima Kommentar von Ihnen, kurz und knackig!

  • Die schlimmsten Verbrecher der Neuzeit bekommen in den deutschen Hörigkeitsmedien den meisten Platz. Wie kann man ein so mafiöses Subjekt wie Draghi und seine vollkommen inhaltslosen Parolen so abdrucken?

  • @pro-euro: Bitte aber aufwachen und mal über die Argumente der regierenden Politiker zum Thema Euro nachdenken und sich eine eigene Meinung bilden.

    Wenn es Ihnen dann gut geht und Sie beruhigt sind, dann unternehmen Sie nichts.

    Wenn Ihnen dann Angst und Bange wird, dann verstehen Sie, warum sich Leute aus der deutschen Mittelschicht, die eigentlich nie was mit Politik am Hut hatten, in der AfD engagieren.

    Es ist definitiv dumm, davon zu reden, dass Europa scheitert, wenn der Euro scheitert.

  • Mal ein paar Zitate aus dem Forum:

    - Das Aufmacher-Bild mit dem lächelnden Jungen und dem lächelnden Diktator Draghi erinnert mich an Fotos aus Nord-Korea.

    - Schmarotzer

    - Hitler Vergleich

    - Goebbels vergleich

    Danke, Danke lieben Kommentatoren! Welche vernünftige Mensch und Demokrat möchte von Menschen etwas annehmen, die sich solcher Arguement bedienen? Wie gesichtslos muss man sein, das zu schreiben? wieviel hass auf demokratie und gesellschaft muss man haben?

    Kein Wunder, dass die extreme Rechte und die Linke sich für die Anti-Euro fraktion erwärmt. Das sag ich nur Demokraten wehrt Euch gegen diese Hetzer!
    Gehen Sie mal weg von Ihrem PC und arbeiten und tragen was bei zur Gesellschaft.

  • Wischniowski
    und einige sprechen bereits von Wahlzwang. Wie z. der Bloome von Bild und Müller-Vogg
    Es gehen eben nicht mehr alle wähen und das muß ja gefälligst geändert werden

  • Ernst
    das müssen Sie anders verstehen.
    Das jetzt alles, diese verlogenen Nachrichten sind nichts weiter als Wahlpropaganda.
    Das Volk soll sich in Sicherheit wiegen, damit Merkel wieder gewählt wird.
    Die haben Angst vor der AfD und daher wird jetzt alles schön geredet, damit die Bürger auf Linie bleiben
    Das ist so was von durchsichtig.
    Liebes HB, das ist Bild-Niveau

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