Stabilisierungsprogramm
Troika-Gespräche mit Griechenland fortgesetzt

Die Gespräche über das griechische Stabilisierungsprogramm gehen mühsam voran. Das aktuelle Hilfsprogramm läuft Ende des Jahres aus. Athen braucht weitere Unterstützung. Die Troika-Gespräche werden in Paris fortgesetzt.
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AthenDie Gespräche zwischen der griechischen Regierung und Geldgebern des Landes über den Stand der griechischen Sparbemühungen sollen am Dienstag in Paris fortgesetzt werden. Dies teilte das griechische Finanzministerium am Montag mit. Die Unterredungen sollen nach EU-Angaben auch am Mittwoch weitergehen. Dieses Treffen ist wichtig für den Werdegang des griechischen Stabilisierungsprogramms.

Eine Einigung mit der Geldgeber-Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU und Europäischer Zentralbank (EZB) ist Voraussetzung für weitere Gespräche darüber, wie Griechenland weiter unter die Arme gegriffen werden kann. Das aktuelle Stützungsprogramm läuft Ende des Jahres aus.

In den vergangenen Tagen waren Unstimmigkeiten zwischen Athen und der Troika aufgekommen, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen erfuhr. Die Troika sehe eine Lücke im Haushalt 2015 in Höhe von mindestens 2,5 Milliarden Euro und fordere Kürzungen unter anderem bei Renten, hieß es. Das Athener Finanzministerium sieht keinen Fehlbetrag im Etat und lehnt dies ab.

Auch in Brüssel macht man sich Sorgen: Es gebe bei der Troika-Überprüfung nur mühsam Fortschritte. Wenn es in Paris keine Einigung gebe, werde die Option Kreditlinie, die eigentlich am 8. Dezember von der Eurogruppe beschlossen werden sollte, schwierig bis unmöglich werden, hieß es aus Kreisen der EU am Montag. In Athen dagegen zeigten sich hohe Beamte optimistisch, dass eine Lösung doch noch - „wenn auch im letzen Moment“ - gefunden werden könne.

Zur Verhinderung neuer Finanzturbulenzen soll Griechenland von den Euro-Partnern eine vorbeugende Kreditlinie bekommen. Sie wäre eine Art Finanzpolster, das vom Euro-Rettungsschirm ESM erstmals zur Verfügung gestellt wird.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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