Stabilität des Landes soll gesichert werden
USA nicht auf Höhe von Irak-Schuldenerlass festgelegt

Die US-Regierung will dem Irak einen Teil der Schulden erlassen. Nur so könne die Stabilität in dem Land gesichert werden, verlautete am Dienstag aus US-Regierungskreisen. Auf einen genauen Anteil der Schulden, die dem Irak erlassen werden sollen, habe man sich noch nicht festgelegt.

HB SAVANNAH. Die Zukunft des Irak und die Lage im Nahen Osten werden vermutlich neben dem Ölpreis das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G-8) auf Sea Island im US-Bundesstaat Georgia bestimmen. Der Streit um die Irak-Resolution der Vereinten Nationen (UN) dürfte das Treffen nicht belasten, da sich im Sicherheitsrat die Verabschiedung der Resolution noch vor dem offiziellen Beginn des G-8-Treffens am Mittwoch abzeichnete.

„Unserer Ansicht nach ist es eindeutig, dass eine Reduzierung der großen Mehrheit der irakischen Schulden nötig ist“, sagte ein führender US-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) habe den Gläubigerländern eine „sehr detaillierte Schulden-Analyse“ für den Irak vorgelegt.

Bundeskanzler Gerhard Schröder bekräftigte vor dem Gipfeltreffen mit Blick auf eine Entschuldung des Irak die Bereitschaft Deutschlands, „gemeinsam mit anderen Gläubigerländern im Einklang mit den Regeln des Pariser Clubs durch einen substanziellen Erlass der irakischen Schulden zum Wiederaufbau des Landes beizutragen“. Allerdings erwarte Deutschland von einer gewählten irakischen Regierung, dass diese die Schulden „dem Grund nach auch anerkennt“, sagte Schröder Reuters. Die irakischen Schulden bei Deutschland liegen bei gut fünf Mrd. €. Im Pariser Club sind die wichtigsten westlichen Gläubigerländer vereint.

An dem Treffen der Staats- und Regierungschefs aus den USA, Kanada, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Russland nimmt auch der irakische Übergangspräsident Ghasi el Jauar teil. Für Mittwoch war ein Treffen Jauars mit US-Präsident George W. Bush geplant.

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