Stammzellforschung
Deutschland erreicht Förderungsblockade

Im Ethik-Streit über eine EU-Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen hat Deutschland in einem ersten Anlauf eine Blockade der Zuschüsse erreicht. Acht Mitgliedsländer sprachen sich in einer öffentlichen Debatte der Forschungsminister dagegen die Förderung. Damit gab es zunächst keine Mehrheit.

HB BRÜSSEL. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und ihre Kollegen aus Österreich, Italien, Polen, Luxemburg, Malta, Litauen und der Slowakei machten ethische Bedenken geltend. Von der EU-Forschungsförderung dürften keine finanzielle Anreize zur Tötung von Embryonen ausgehen, forderte Schavan. In Deutschland ist diese Forschung weitgehend verboten.

Die finnische EU-Ratspräsidentschaft wollte sich nun am Montag weiter um einen Kompromiss bemühen. Von einer Grundsatzeinigung in diesem Punkt hängt auch der pünktliche Start des gesamten EU-Gesamtforschungsbudgets von 51 Milliarden Euro von 2007 bis 2013 ab.

Experten erhoffen sich von der Forschung mit embryonalen Stammzellen neue Therapien für schwere Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson. Kritiker wie die christlichen Kirchen lehnen die Forschung ab, weil bei der Verwendung dieser Zellen der Embryo vernichtet wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%