Standard und Poor's
Wahrscheinlichkeit für „Grexit“ bei 1:3

Die Ratingagentur Standard & Poor's geht mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:3 von einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. Am Dienstag wollen die G-7-Finanzminister weiter über die Eurokrise beraten.
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ParisDie US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone auf „eins zu drei“. Grund sei die bestehende Gefahr, dass das Land nach der Parlamentswahl am 17. Juni das mit seinen internationalen Geldgebern vereinbarte Sparprogramm aufkündigen könnte, erklärte S&P am Montag. Ein Euro-Austritt Griechenlands hätte demnach derzeit aber nicht automatisch „negative Folgen“ für andere Euroländer.

Griechenland befindet sich seit Jahren in der Rezession. Im Gegenzug für Milliardenkredite der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds hatte sich die Anfang Mai abgewählte Regierung aus Sozialisten und Konservativen zu einem drastischen Sparprogramm verpflichtet. Nach der Wahl, bei der sparkursfeindliche Parteien großen Zuspruch erfuhren, kam keine neue Regierung zustande. Am 17. Juni soll erneut gewählt werden.

Die Finanzminister der Gruppe der führenden Industrienationen G-7 wollen nach kanadischen Angaben am Dienstag in einer Telefonkonferenz über die Eurokrise beraten. Dabei solle es insbesondere die Probleme kriselnder Banken im Euroraum gehen, erklärte Kanadas Finanzminister Jim Flaherty am Montag.

Die US-Regierung teilte indes mit, sie vertraue darauf, dass Europa seine Probleme lösen werde. Präsident Barack Obama sei überzeugt, dass sie „die Kapazität dazu“ hätten, sagte Regierungssprecher Jay Carney. „Bedeutsame Maßnahmen“ seien bereits ergriffen worden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wenn die Wahrscheinlichkeit jeden Tag aufs neue 1:3 ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit des Zusammenbruchs des Euro innerhalb von 4 Wochen bei 100%.

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