Standortstreit
Sitz der Energie-Agentur: Bonn unterliegt Abu Dhabi

Im Wettrennen um den Sitz der neuen internationalen Organisation für Erneuerbare Energien hat Bonn gegen Abu Dhabi den Kürzeren gezogen. Zum Ausgleich soll Bonn ein Technologiezentrum erhalten.

HB BONN/SCHARM EL SHEICH. Die Entscheidung für die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fällte die IRENA-Konferenz am Montag in der ägyptischen Stadt Scharm el Scheich, wie das Bundesumweltministerium mitteilte. Der Beschluss musste vom Sitzungsplenum noch verabschiedet werden.

Damit behielten die Vereinigten Arabischen Emirate mit ihrer Hauptstadt Abu Dhabi gegen Bonn die Oberhand, das von der Bundesregierung für den Sitz des IRENA-Sekretariats ins Rennen geschickt worden war. In einem Kompromiss einer "Dreierlösung" soll in Bonn unter dem IRENA-Dach ein Innovations- und Technologiezentrum entstehen. Wien, als dritter Mitbewerber um den Sitz, erhält ein Verbindungsbüro für Kontakte zur UN im Bereich Energie und zu anderen internationalen Institutionen.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßte die Dreierlösung als "fairen und sachgerechten Kompromiss". Eine Kampfabstimmung zwischen den Bewerberstädten sei vermieden worden. "Sie hätte den fatalen Eindruck einer künstlich aufgeladenen Nord- Süd-Teilung hinterlassen." Gabriel und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten zuvor für Bonn als Sitz geworben.

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