Starinvestor
Buffett wünscht sich JPMorgan-Chef als Finanzminister

Barack Obama braucht einen neuen Finanzminister, denn Timothy Geithner gilt als amtsmüde. Nun hat sich Starinvestor Warren Buffett für den JPMorgan-Chef Jamie Dimon ausgesprochen.
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New YorkOb dieser Personalvorschlag in Washington durchgeht, ist fraglich: Starinvestor Warren Buffett sähe gerne den Chef von Amerikas größter Bank JPMorgan Chase als Finanzminister. „Jamie Dimon wäre fantastisch“, sagte Buffett im Gespräch mit dem bekannten US-Fernsehjournalisten Charlie Rose. „Wenn die Märkte in Probleme gerieten, wäre er sicherlich die beste Person, die man sich für den Job wünschen kann“, sagte Buffett. „Die politisch Verantwortlichen in der Welt würden Vertrauen in ihn haben.“

Der bisherige US-Finanzminister Timothy Geithner gilt als amtsmüde und Präsident Barack Obama braucht Ersatz. Der Name Dimon fällt nicht zum ersten Mal. Er ist der erfolgreichste Banker des Landes. Dimon hatte JPMorgan Chase fast schadlos durch die Finanzkrise gesteuert und das Haus zur Nummer eins in den USA gemacht noch vor der Bank of America. Allerdings musste er sich zuletzt reichlich Kritik anhören wegen eines Spekulationsverlustes über rund 6 Milliarden Dollar.

Dimon selbst hatte in einem Interview mit dem US-Wirtschaftssender CNBC vor einem Jahr abwehrend reagiert, als er auf den Posten des Finanzministers angesprochen wurde: „Ich bin nicht für die Politik geeignet.“ In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass Wall-Street-Banker wichtige politische Ämter bekleiden. So bestellte George W. Bush den früheren Goldman-Sachs-Chef Henry „Hank“ Paulson als seinen Finanzminister. Amtsinhaber Geithner dagegen kam von der Notenbank Fed.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Die Politiker sind ja die "Gesetzesgeber" im Namen des Volkes um das Monster "MArktwirtschaft" zu zähmen. Von daher haben sie schon grössere Macht als der Markt.

    Nur leider sind die Politiker so eng mit der Wirtschaft verflochten über ihre Lobby-Tätigkeiten, dass sie nicht im Sinne des Volkes agieren und Gesetze verabschieden sondern als Vasallen der Lobby-Gruppen. Darin liegt die eigentliche Krux !

  • ...tsss...

    Warum lösen wir nicht gleich die Politische Klasse auf und überlassen alles dem Markt...

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