Steigende Ölpreise
Frankreich baut weiteren Atomreaktor

In Frankreich soll ein zweiter Atomreaktor der neuesten Generation entstehen. Die neue Technik soll alternde, vor Jahrzehnten in Betrieb genommene Reaktoren ersetzen. Doch das Land reagiert damit auch auf eine andere Entwicklung.

HB LE CREUSOT. Angesichts der steigenden Ölpreise will Frankreich einen zweiten Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) bauen. Es werde ein "zweites EPR-Atomkraftwerk in Frankreich" in Auftrag gegeben, sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei einem Besuch im zentralfranzösischen Le Creusot.

In Frankreich, wo rund 80 Prozent des Stroms in Atomkraftwerken produziert werden, wurde im Dezember mit dem Bau eines ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) begonnen. Das Kraftwerk in Flamanville am Ärmelkanal soll 2012 ans Netz gehen. Der EPR war von dem französischen Atomunternehmen Areva und dem Münchener Siemens-Konzern gemeinsam entwickelt worden. Er soll leistungsfähiger und sicherer als frühere Generationen von Atomkraftwerken sein. Ein weiterer EPR wird zur Zeit in Finnland gebaut und soll nach mehreren Verzögerungen nun 2011 fertiggestellt werden.

Die Pläne gaben den Aktien des französischen Atomkraftwerkbauers Areva prompt Auftrieb. Areva-Aktien legten 2,4 Prozent zu.

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