Steinmeier
Afghanische Präsidenten-Kandidaten sollen sich schnell einigen

Die beiden Streithähne in Afghanistan sollen sich schnell einigen, fordert Außenminister Steinmeier. Nach der Präsidentenwahl haben sich die Kandidaten der Stichwahl, Abdullah und Ghani, immer noch nicht verständigt.
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Kabul Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier drängt im Streit um den Ausgang der Präsidentenwahl in Afghanistan auf eine baldige Lösung. Bei einem Besuch in Kabul forderte Steinmeier am Samstag die beiden Kandidaten der Stichwahl, Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani, in getrennten Gesprächen zu einer „schnellen Einigung“ auf. Die internationale Gemeinschaft brauche eine handlungsfähige Regierung und zügige Entscheidungen, um nach dem Abzug der Nato-Kampftruppen mit einer Ausbildungsmission im Land bleiben zu können. Es sei „nicht mehr viel Zeit“.

Die erste Runde der Präsidentenwahl hatte der ehemalige Außenminister Abdullah gewonnen. In der Stichwahl im Juni setzte sich dem vorläufigen Ergebnis zufolge jedoch der frühere Finanzminister Ghani durch. Wegen Vorwürfen des Wahlbetrugs einigte man sich auf eine Neuauszählung der mehr als acht Millionen Stimmen. Diese ist inzwischen abgeschlossen. Einen konkreten Termin für die Veröffentlichung des Endergebnisses gibt es aber noch nicht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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