Stellungnahme vorm Kongress
Auftrag für EADS hat Nachspiel in den USA

Die Vergabe eines militärischen Großauftrags der USA an den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat ein Nachspiel im Kongress. Zwei führende Vertreter des Verteidigungsministeriums müssen dazu Stellung nehmen, warum überraschend nicht der langjährige Luftwaffen-Partner Boeing zum Zuge kam.

HB WASHINGTON. Dabei handelt es sich um die Chefeinkäuferin der Air Force, Sue Payton, und den für militärische Anschaffungen zuständigen Generalleutnant Donald Hoffman. Mehrere Abgeordnete befürchten, dass die Entscheidung gegen Boeing zum Verlust von Arbeitsplätzen in den USA führt.

Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte eine Untersuchung des Kongresses zu der Auftragsvergabe gefordert. Die Entscheidung der US-Luftwaffe werfe „ernste Fragen“ auf, mit denen sich das Parlament befassen müsse, erklärte die Demokratin am Montagabend.

Am Freitag hatte die US-Luftwaffe überraschend EADS zusammen mit seinem US-Partner Northrop Grumman den Zuschlag zum Bau von 179 Tankflugzeugen gegeben. Das Geschäft hat ein Volumen von 35 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro) und eine Laufzeit von 15 Jahren. Damit fügte EADS seinem Hauptrivalen Boeing ausgerechnet in dessen Heimat eine empfindliche Niederlage zu.

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