Stellvertretender US-Außenminister in Saudi-Arabien eingetroffen
USA vermuten Al Qaeda hinter Riad-Anschlag

Nach Ansicht von US-Vizeaußenminister Armitage ist es sehr wahrscheinlich, dass Al Qaeda hinter dem Sprengstoffanschlag in Riad steckt. Bei der Explosion wurden auch Amerikaner verletzt.

HB BERLIN. Die USA sorgen sich um die Zukunft der saudi-arabischen Regierung. Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage sieht zumindest in dem jüngsten Terroranschlag den erneuten Versuch der Bin-Laden-Organisation Al Qaeda die Regierung in Riad zu stürzen. Dies sei das Ziel der Terrorganisation, sagte Armitage bei seiner Ankunft in der saudiarabischen Hauptstadt Riad am Sonntagabend.

Armitage will den Angaben zufolge Gespräche über den Kampf gegen den Terrorismus führen. Nach seiner Ansicht sei das jüngste Selbstmordattentat «wahrscheinlich das Werk von Al Qaeda». Die Tat ziele nicht nur darauf die Stabilität der Regierung in Riad zu gefährden, es gehe auch darum, Angst und Schrecken zu verbreiten. Armitage wollte am Abend mit Kronprinz Abdallah Ben Abdel Asis zusammenkommen.

Unterdessen wurde bekannt, dass sich unter den Verletzten auch mehrere US-Bürger befunden haben. Die genaue Anzahl sei jedoch nicht klar, teilte das US-Außenamt in Washington mit. Die leicht Verletzten würden im Krankenhaus behandelt, hieß es weiter. Nach Angaben des kanadischen Außenministeriums in Montreal wurden auch sieben Kanadier bei dem Attentat verletzt.

In der Nacht zum Sonntag war in einer mehrheitlich von Ausländern bewohnten Anlage ein mit Sprengstoff präpariertes Auto explodiert. Auch die Regierung in Riad machte das Terrornetzwerk Al Qaeda verantwortlich.

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