„Stern“-Bericht
Zwei Attentäter des 11. September sollen aus Duisburg kommen

Der Todespilot vom 22. September 2001, Ziad Jarrah , und der Logistiker der Anschläge in den USA, Ramzi Binalshibh, sollen 1999 in Duisburg angeworben worden sein. Das hat der in Paris inhaftierte Marokkaner Karim Mehdi laut einem Berict des Magazins „Stern“ gegenüber französischen Ermittlern bezeugt.

HB HAMBURG. Die Anwerbung sei bei einem mehrstündigen Treffen in der dortigen Wohnung des Mauretaniers Mohamedou Ould Slahi geschehen, bei dem Mehdi dabei gewesen sein will.

Gestützt werde diese Aussage durch eine dem „Stern“ vorliegende Aussage des Slahi, der im US-Stützpunkt Guantanamo Bay einsitzt und als hochrangiges Mitglied des Terrornetzwerks El Kaida angesehen wird. Bislang war lediglich bekannt, dass sich Binalshibh gegenüber US-Vernehmern in ähnlicher Weise geäußert hatte.

Nach Recherchen des „Sterns“ waren die Mitglieder der Hamburger Zelle weit enger mit einer El-Kaida-Zelle im Ruhrgebiet verbunden als bislang bekannt. Neben Slahi sei in dieser Zelle der deutsche Islamist Christian G. eine maßgebliche Figur gewesen. Er wartet wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in das Attentat von Djerba 2002 in Frankreich auf seinen Prozess.

Der Deutsche gilt französischen Fahndern als der „größte Fisch, der bislang in Europa ins Netz ging“. Emails zufolge, die dem „Stern“ nach eigenen Angaben vorliegen, stand Christian G. in engem Kontakt mit Mounir el Motassadeq, in dessen Prozess in Hamburg in der kommenden Woche die Abschluss-Plädoyers gehalten werden. Motassadeq wird Beihilfe zum Mord in über 3000 Fällen und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

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