Steuerabkommen: Schweiz überweist Millionen an Großbritannien

Steuerabkommen
Schweiz überweist Millionen an Großbritannien

Im letzten Jahr einigten sich Großbritannien und die Schweiz auf ein Steuerabkommen, wie es in Deutschland gescheitert war. Nun haben wie vereinbart die ersten Millionen den Besitzer gewechselt.
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LondonDie Schweiz hat den ersten in einem Steuerabkommen vereinbarten Millionenbetrag an den britischen Fiskus überwiesen. Die britische Steuerbehörde habe 340 Millionen Pfund von der Schweizer Regierung erhalten, sagte Finanzminister Georg Osborne am Dienstag vor dem britischen Parlament. "Dies ist das erste Mal in unserer Geschichte, dass geschuldete Steuergelder aus der Schweiz in dieses Land fließen statt umgekehrt", sagte Osborne.

Im vergangenen Jahr einigten sich die beiden Länder auf ein Abkommen, das für britisches Schwarzgeld eine pauschale und anonyme Versteuerung vorsieht. Zudem verpflichteten sich die Schweizer Banken zu einer Vorauszahlung von 500 Millionen Franken verpflichtet, die nach Inkrafttreten des Abkommens Anfang 2013 geleistet werden sollte. Dieses Geld wurde nun überwiesen.

Im kommenden Haushaltsjahr 2013/2014, das im Frühjahr beginnt, erwartet die Regierung 3,1 Milliarden Pfund aus der Schweiz. Großbritannien hat den Kampf gegen die Steuerhinterziehung zu einem wichtigen Thema der diesjährigen Präsidentschaft der G8-Länder erklärt.

Ein ähnliches Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland war im Dezember am Widerstand von SPD und Grünen im Bundesrat gescheitert. Ihnen kommen deutscher Steuerhinterzieher damit zu gut weg.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was man tun kann, damit nicht so viel Geld in andere Länder abfließt? Nichts, warum auch? Es besteht Kapitalverkehrsfreiheit, also kann jeder sein Geld anlegen, wo er will.

    ABER liebe(r) ffaber, dieses Geld muss VOR der Anlage versteuert werden und auch die Einkünfte von Kapitalvermögen müssen nach aktueller Gesetzeslage in Deutschland versteuert werden. Punkt!

    Klar, der Kauf von Steuer-CDs ist kein Ruhmesblatt für die deutsche Politik, aber wie soll sich der kommunale Fiskus zurzeit sonst wehren, wenn der steuerpflichtige Bürger ihn besch.... und der Bundesregierung der Mut fehlt, die Schweiz zu ernsthafter Kooperation zu bewegen.

    Das man sich in der Schweiz den Luxus leistet, zwischen Betrug und Hinterziehung zu unterscheiden, mag für Schweizer Büger und Personen mit Wohnsitz in der Schweiz toll sein. Wenn die Schweiz aber tatsächlich daran interessiert ist (wie immer wieder behauptet), kein Schwarzgeld von Steuerausländern anzunehmen, dann wäre es doch ein leichtes, für diese Personen einfach das Schweizer Recht zu verändern und den deutschen Finanzbehörden dabei zu helfen, die in unserem Land geltenden Gesetze (ob sie gut oder schlecht sind dabei unerheblich) durchzusetzen.

    Solange die Schweiz an dieser Mitarbeit allerdings nicht wirklich ernsthaft interessiert ist, sollte man das Gejaule der Eidgenossen wg. des Ankaufs von Steuer-CDs nicht zu ernst nehmen. Es scheint nach deutschem Recht derzeit erlaubt zu sein, warum sollte uns also die schweizer Rechtsauffassung interessieren? :-)

  • Bei Leuten, denen soviel an Eiern liegt, muss man wohl darüber wegsehen, dass es an weiter entfernt liegenden Körperteilen fehlt.
    Statt einem andern (noch befreundetem?) Land eigene Gesetzesgrundlagen aufzudrücken (in CH wird eben laut deren souveränem eigenen Gesetz zwischen St.-betrug und -hinterziehung unterschieden) sollte man sich in D von der Hehlerei (Steuer-CD) verabschieden. Dann wäre man auch wieder "sauber". Übrigens sollte man sich auch fragen, was D dafür tun kann, dass nicht soviel Geld in andere Länder (Österreich, Luxc., etc.!) abfließt.

  • Großbrittanien musste ja auch im Gegensatz zu Deutschland auf dieses "Angebot" eingehen, um seiner Finanzwirtschaft und letztlich noch einzig wirklich verbliebenen Wirtschaft entgegen zu kommen. Ein bisschen Druck von Seiten der Finanzwirtschaft dürfte ihr übriges getan haben. Ja nicht die eigene Kundschaft aufschrecken. Aber wer möchte schon gerne seine Kundschaft verlieren, das kann Ihnen wohl keiner Verübeln. Letztlich ist die Politik bzw die politische Kaste (!) zu tief in diesem Sumpf verstrickt!
    Auch wenn es von Seiten der SPD-geführten Länder wohl eher um ein wahltaktische Manöver gehandelt hat, so ist dies dennoch zu begrüßen, da solch eine Steuerhinterziehung schlichtweg ein Strafbestand darstellt und somit auch NICHT anderst zu ahnen ist! Da darf es kein Pardon a la Pauschalbesteuerung (wohl gemerkt rückwirkend!!) geben! Das ist doch schlichtweg eine Unverschämtheit so etwas überhaupt in den Raum zu stellen und dies gar noch als ein Entgegenkommen zu bezeichnen. Deutschland muss in dieser Haltung hart bleiben und bei allem Respekt endlich EIER zeigen wie die USA! Die USA stellt sicherlich in den wenigsten Fällen ein Vorbild da, jedoch blieben die hier hartnäckig und drohten mit Linzenentzug! Das einzig wahre Druckmuttel! Man muss sie nur bei den "Eiern" packen!

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