Steuerdaten-CDs
Anwalt kündigt umfassendes Geständnis in Spionagefall an

Der mutmaßliche Schweizer Spion, der deutsche Steuerfahnder bespitzelt haben soll, will ein umfassendes Geständnis ablegen. Dies kündigte sein Anwalt an. „Es ist eine detaillierte Darstellung zu erwarten“, so der Anwalt.
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ZürichIm Prozess um den mutmaßlichen Schweizer Spion, der deutsche Steuerfahnder bespitzelt haben soll, hat dessen Anwalt ein umfassendes Geständnis angekündigt. Die Chancen stünden gut, dass es bei der Verhandlung an diesem Donnerstag eine einvernehmliche Lösung zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft gebe, sagte Anwalt Valentin Landmann dem Schweizer Radio SRF. Das letzte Wort habe natürlich der Richter am Oberlandesgericht in Frankfurt. Ob Daniel M. noch am gleichen Tag freikomme, bleibe abzuwarten, so Landmann.

Die Verhandlung war vergangene Woche nach dem Auftakt unterbrochen worden. Ziel der Verteidigung war es, im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis eine Bewährungsstrafe von bis zu zwei Jahren zu erreichen.

Der Spionagefall hat das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz belastet: Der 54-jährige Daniel M. soll im Auftrag des Schweizer Geheimdienstes deutsche Steuerfahnder bespitzelt haben. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie die Finanzverwaltung beim Ankauf von Steuer-CDs vorgeht. Der Mann war Ende April in Frankfurt verhaftet worden.

„Es ist eine detaillierte Darstellung zu erwarten“, sagte Landmann. „Er kann Aufträge umschreiben, diesbezüglich Personen nennen und den Weg des Geldes beschreiben.“ Landmann erhob schwere Vorwürfe gegen die Schweizer Behörden. Der Nachrichtendienst, der Daniel M. beauftragte, habe dem Mann keinerlei Unterstützung gegeben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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