Steuererleichterung gestrichen: Obama nimmt es von den Reichen

Steuererleichterung gestrichen
Obama nimmt es von den Reichen

US-Präsident Barack Obama legt sich mit der finanziellen Elite seines Landes an. Obama kündigte an, die von den Republikanern eingeführten Steuererleichterungen für Reiche wieder abzuschaffen. Stattdessen soll der Mittelstand entlastet werden. Allerdings sieht sich der Präsident aller Voraussicht nach einer Blockade im Senat gegenüber.
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HB CLEVELAND. US-Präsident Barack Obama hat seinen Plan verteidigt, Steuererleichterung für reiche Amerikaner auslaufen zu lassen. Bei einer Rede im Bundesstaat Ohio sagte Obama am Mittwoch, Ziel sei es nicht, die Wohlhabenden zu bestrafen. „Es liegt daran, dass wir uns das Preisschild von 700 Mrd. Dollar nicht leisten können“, hieß es in vorab veröffentlichten Auszügen der Rede. Die Erleichterungen waren unter Obamas Vorgänger George W. Bush einführt worden.

Obama will früheren Angaben zufolge auch 50 Mrd. Dollar einsetzen, um veraltete Straßen, Schienen sowie Start- und Landebahnen auf Flughäfen zu ersetzen oder sanieren. Firmen sollen zudem bis 2011 alle neuen Investitionen abschreiben können - dies entspräche innerhalb von zwei Jahren Steuererleichterungen von insgesamt 200 Mrd. Dollar.

Außerdem will Obama bestehende Erleichterungen für die Forschung in Unternehmen ausweiten und auf Dauer festschreiben, was dem Staat über zehn Jahre 100 Mrd. Dollar kosten würde.

Unklar bleibt, ob Obamas Pläne Realität werden, da sie vom Kongress abgesegnet werden müssen. Wenige Wochen vor der Wahl Anfang November sehen sich die Republikaner jedoch im Aufwind.

Sie haben daher wenig Anreize für eine Zusammenarbeit mit dem Präsidenten. Obwohl die Demokraten in beiden Kammern die Mehrheit haben, können die Republikaner Gesetze blockieren.

Kommentare zu " Steuererleichterung gestrichen: Obama nimmt es von den Reichen"

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  • Die armen Reichen in den USA können einem Leid tun.

    Und das alles nur, damit die Menschen Arbeit haben

    Glücklicherweise bleiben wir in Deutschland von solchen politischen Auswüchsen verschont.

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