Steuerexil in der Schweiz: Hollande treibt Frankreichs Millionäre in die Flucht

Steuerexil in der Schweiz
Hollande treibt Frankreichs Millionäre in die Flucht

Seit dem Wahlsieg von Francois Hollande macht sich unter Frankreichs Millionären Nervosität breit. Das Interesse nach einer Wohnsitzverlegung in die Schweiz wächst. Experten erwarten eine neue Ausreise-Welle.
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Schauspieler-Legende Alain Delon oder Rockstar Johnny Hallyday sind schon da; andere Franzosen könnten ihnen in die Schweiz folgen. Die Wahl des Sozialisten Francois Hollande zum neuen französischen Präsidenten macht reiche Franzosen sichtlich nervös.

Schweizer Steueranwälte berichten von vermehrten Anfragen aus Frankreich über die Möglichkeiten, den Wohnsitz in die Schweiz zu verlegen. „Ich stelle ganz klar ein verstärktes Interesse fest“, sagt David Wilson, Partner der Genfer Anwaltsozietät Schellenberg Wittmer. „Die Nervosität ist verständlich angesichts von Hollandes Steuerprogramm“, pflichtet ihm der Genfer Steueranwalt Romain Guiramand bei.

Fatal für Hollande: Nicht nur reiche Rentiers, die ihn ihrem Vermögen zehren, wollen la Grande Nation den Rücken kehren. Auch aktive Unternehmer erwägen einen Wegzug angesichts der Machtübernahme der Linken. „Immer mehr junge Unternehmer melden sich, die sich über Steueroptimierung oder Wegzugmöglichkeiten informieren wollen“, berichtet Experte Wilson.

Noch sind es lediglich Anfragen - doch die Experten sind sich sicher, dass Frankreich eine neue Ausreise-Welle droht, sollte Hollande mit seinen Steuerplänen ernst machen. So will er unter anderem Einkommen von mehr als einer Million Euro mit einer Steuer von 75 Prozent belegen. Das ist reine Symbolpolitik, um den linken Flügel seiner Parti Socialiste bei der Stange zu halten. Doch das Signal an die Geld-Elite des Landes ist fatal. 

Die Schweiz lockt dagegen mit einem freundlicheren Umfeld für Millionäre. So können Vermögende mit den Steuerbehörden ihre Steuersätze de facto vorab verhandeln. Die Kantone leisten sich einen knallharten Wettbewerb um reiche Neuankömmlinge. Beliebt bei reichen Promis wie Alain Delon oder auch Formel-Eins-Fahrer Michael Schumacher ist das Modell der Pauschalbesteuerung; dabei wird Steuerlast unabhängig vom Einkommen anhand der Lebenshaltungskosten festgesetzt. 

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Ein Modell mit Haken

Kommentare zu " Steuerexil in der Schweiz: Hollande treibt Frankreichs Millionäre in die Flucht"

Alle Kommentare
  • Schon die Sozialdemokraten, natürlich erst recht die Sozialisten und Kommunisten können nicht mit Geld umgehen. Das einzige was diese linken Abkassierer können, ist das Geld anderer Leute einzuziehen und zu verschwenden. Hollande wird hoffentlich mit dieser Wahnsinnsidee von einem 75%-igen Spitzensatz scheitern.

    Ich habe vor jedem Millionär Hochachtung, der über eine Stiftung sein Geld in Kanäle schleußt, die soziale und gemeinnützige Projekte finanzieren. Und davon gibt es genügend. Gott sei Dank! Auch unter den sog. "Schweiz
    Flüchtlingen".
    Er spart selbst dabei Steuern und "erspart" es dem Staat dieses Geld für überflüssige und profilierungssüchtige Politiker und deren Ausgabenwahn zu überlassen.
    Jeder dieser Millionäre, der so handelt, hat hohe Anerkennung verdient. Er macht es besser als der Staat.
    Oder kennt jemand eine Stiftung, die mit Millionen einen
    Afghanistan Krieg, einen Versager - wie den Ex-Bundes-
    präsidenten, islamistische Gewalttäter mit Hartz IV oder
    einen korrupten und unfähigen Staatsapparat Griechenland unterstützt??

  • @gdopamin

    "Ich mag Herrn Hollande und seine fragwürdige Auffassung von Wirtschaftpolitik auch nicht, halte es aber für angebrachter, sich mit ihm und seinen Thesen fachlich auseinander zu setzen."

    Sehr richtig
    In meinem Aufsatz "Voodoomaniacs" habe ich mal versucht, die laufenden Entwicklungen zusammenzufassen
    http://www.fortunanetz.de

  • Margritt

    Gratulation!

    Wir haben Ihnen gerade den Preis "Milkmaid Of The Year 2012" verliehen.

  • An sich kann man nur sagen, richtig so. Wenn die politische Ideologieriege es nur darauf ankommen lässt, unter dem Vorwand einer gerechten Einkommensteuer den Bürger abzuzocken, dann muss man sich die Freiheit herausnehmen können, einfach die Staatsbürgerschaft zu wechseln. Vielleicht lernen es diese Zunft von Politikern dann endlich einmal, dass ein bloßes Abkassieren nicht gerade die Schlüsselkompetenzen politischen Handelns sind. Dann wird es irgendwann reiche und arme Staaten geben. Wenn das so gewollt ist, bitte schön.

  • Wir bekommen Ordnung ins Geldgefüge, wenn wir dem Staat den Zugriff auf die Steuergelder und sonstigen Abgaben entziehen.
    Dann zahlen auch die Reichen mehr-
    Gelder müssen in Zukunft von gänzlich unabhängigen Personen verwaltet werden. Eine Gruppe Steuerberater und Wirtschatsfprüfer die nichts mit der Politik zu tun haben, sollten das machen
    Und wetten, in Null Komma Nix, haben wir finanziell ordentliche Verhältnisse
    Es sind nämlich unsere Politiker die mit dem Geld um sich werfen
    Es kann ja nicht sein, dass in den Parlameten nicht mal eine ordentliche Buchhaltung vorhanden ist.
    Unsinnsreisen, die ständig eine Menge Geld verschlingen, hören dann ebenfalls von alleine auf.

  • Du bist wohl noch nie aufgrund eines Eintrags mit Namensnennung körperlich bedroht worden? Ich schon!

  • Lieber "WillSteuernzahlen". Wenn Du der Meinung bist, dass Du mehr zu den Staatseinnahmen beitragen willst, überweise auf das staatliche Spendenkonto. Dampfplaudereien darüber, was für ein Gutmensch Du bist, benötigen wir nicht. Handele! und zahle!

  • @HansWurst: ich glaube nicht, dass Sie tatsächlich allzuviel verstanden haben. Ohne die Geld- und Bildungselite wird es kein Staat lange aushalten. Was Frankreich da möglicherweise verloren gehen wird ist dramatisch für Frankreich und letztendlich nur das Ergebnis einer Politik für die breite Masse mit den Methoden aus längst vergangenen Zeiten... Im übrigen finde ich dieses anonyme posten von ganz schön feige. Anscheindend hat niemand mehr genug Schneid für seine Meinung auch einzustehen...

  • Haut doch endlich ab!!!
    Niemand weint diesem Steuerhinterzieher-Gesindel auch nur eine Träne nach. Schließlich nutzen diese "Eliten" in diesem Moment auch nicht mehr die Einrichtungen der öffentlichen Daseinsgrundvorsorge an deren Finanzierung sie sich ja auch schließlich nicht beteiligen wollen.
    Ab nach Ruanda,Bangladesh oder die Cote d'Ivoire - da könnt ihr hin - da kostet das Leben im grenzenlosen Reichtum keine Steuern! Und die Sonne scheint euch auch den ganzen Tag auf den dicken Pelz. Allerdings - kleiner Tip von mir - vorher eine Kalaschnikow kaufen....

  • Hollande ist halt ein Sozialist der "alten" Schule.Ich glaube aber nicht,dass es so schlimm wird,wie jetzt alle denken.

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