Steuerhinterziehungs-Vorwurf
Verfahren gegen Timoschenko erneut vertagt

Der Prozess gegen Julia Timoschenko verzögert sich weiter: Eigentlich sollte es nach einer einwöchigen Pause weitergehen, nun gibt es erneut zwei Wochen Unterbrechung. Timoschenko selbst nimmt am Verfahren nicht teil.
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CharkiwDer Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen die erkrankte frühere ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko verzögert sich weiter. Ein Gericht in Charkiw vertagte am Dienstag das seit Mitte April mit mehrfacher Unterbrechung laufende Verfahren erneut um zwei Wochen auf den 14. August.

Eigentlich sollte das Verfahren nach einer rund einwöchigen Pause fortgesetzt werden. Hintergrund ist der Streit über den Gesundheitszustand der 51-Jährigen. Timoschenko wird derzeit in einer Klinik in der ostukrainischen Stadt wegen eines Rückenleidens behandelt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, Timoschenko solle das Verfahren per Video von ihrem Krankenhausbett verfolgen. Dies lehnte sie aber ab. "Ich erkläre, dass ich einer Teilnahme an einer Videokonferenz nicht zustimme", hieß es in einer von ihrem Anwalt verlesenen, persönlichen Erklärung.

Bei der Wiederaufnahme des Verfahrens war Timoschenko nicht anwesend. Ärzte der Berliner Charite, die die Politikerin am Montag erneut untersucht hatten, sagten, Timoschenko brauche angesichts ihrer körperlichen Verfassung bis zu weitere acht Wochen Beobachtung. Timoschenko hat die Vorwürfe wegen Steuerhinterziehung zurückgewiesen.

Timoschenko war bereits vergangenen Oktober wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hatte sie Berufung eingelegt. Auch dieses Verfahren war unlängst vertagt worden und soll nun am 16. August fortgesetzt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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