Steuern nicht gezahlt: Designierter US-Finanzminister unter Druck

Steuern nicht gezahlt
Designierter US-Finanzminister unter Druck

Erst musste sich der designierte Handelsminister wegen Korruptionsvorwürfen zurückziehen, nun gerät auch der vom künftigen US-Präsidenten Barack Obama für das Amt des Finanzministers nominierte Timothy Geithner unter Druck. Er soll Steuern nicht gezahlt haben.

HB WASHINGTON. Geithner muss sich im anstehenden Bestätigungsverfahren im Senat auf scharfe Fragen einstellen. Nach Medienberichten vom Dienstag hat er in der Vergangenheit für kurze Zeit eine Immigrantin als Haushälterin eingestellt, deren Arbeitserlaubnis abgelaufen war.

Wie außerdem bekanntwurde, blieb er im Zuge einer früheren Beschäftigung beim Internationalen Währungsfonds (IWF) gut 30 000 Dollar an Steuern schuldig, die er aber größtenteils bereits nachgezahlt hatte, bevor der designierte Präsident Barack Obama ihn im November für den Finanzminister-Posten nominierte.

Dem Sender CNN zufolge traf Geithner am Dienstag hinter verschlossenen Türen mit Senatoren zusammen, die über seine Berufung abstimmen werden, und informierte sie persönlich. Ein hochrangiger Senator wurde anschließend mit den Worten zitiert, dass die Vorgänge Geithners Bestätigung vermutlich nicht im Wege stehen würden.

Auch Obama selbst sieht keinen Grund, von Geithner abzurücken, der zurzeit noch Chef der New Yorker Notenbank ist. Sein Sprecher Robert Gibbs würdigte in einer Erklärung die Qualifikation und vergangenen Verdienste des Kandidaten und sprach von versehentlichen Fehlern, die Geithner rasch korrigiert habe, als sie ihm bekanntgeworden seien.

Die Steuerbehörden hatten den Berichten zufolge Zahlungen für zwei Jahre nachgefordert, die Geithner auch umgehend leistete. Bei Ermittlungen vor seiner Nominierung habe das Obama-Übergangsteam dann entdeckt, dass Geithner Steuern für zwei weitere Jahre schuldete, die er dann ebenfalls sofort nachzahlte. Wie es weiter hieß, hatte Geithner 2004 und 2005 eine Haushälterin, deren Arbeitserlaubnis in den letzten dreieinhalb Monaten ihrer Beschäftigung abgelaufen war. Geithner habe davon nichts gewusst, erklärte Gibbs dazu.

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