Steueroasen
Steueroasen: Berlin einig mit Guernsey

Die Bundesregierung macht weitere Fortschritte bei der Trockenlegung von Steueroasen. Sie unterzeichnete mit der Kanalinsel Guernsey ein Abkommen über den Informationsaustausch in Steuersachen. Die Vereinbarung entspreche den Standards der Industrieländerorganisation OECD, hieß es beim Finanzministerium.

HB BERLIN. Als direkter britischer Kronbesitz gehört Guernsey nicht zum Vereinigten Königreich und ist nicht Teil der EU. Die Insel ist ein beliebter Standort für viele Finanzdienstleister.

Dem Abkommen zufolge müssen Informationen, die für die Besteuerung relevant sind, zugänglich sein. Das gilt nach Angaben des Finanzministeriums auch für Bankdaten sowie für Angaben über die Eigentümer von Gesellschaften. Auf Ersuchen müssen diese Informationen zur Verfügung gestellt werden. Dazu muss kein Verdacht auf Steuerhinterziehung vorliegen, es reicht aus, dass die Daten steuerlich "voraussichtlich relevant" sind.

Bereits Anfang März hatte die Bundesregierung mit der Isle of Man ein Steuer-Transparenz-Abkommen abgeschlossen. Das Eiland in der irischen See ist ebenfalls britischer Kronbesitz und galt wegen seines Bankgeheimnisses lange als bevorzugter Standort für steuersparende Firmengründungen von Ausländern.

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