Steueroasen
Steueroasen: Sarkozy droht Andorra

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will im Kampf gegen Steueroasen ein Zeichen setzen und notfalls seine Fürstenkrone im Zwergstaat Andorra opfern. Der Präsident sei bereit, als Mitregent von Andorra zurückzutreten, falls Steuerparadiese sich nicht den internationalen Regeln beugen sollten, sagte Familienministerin Nadine Morano.

HB PARIS. Andorra wird seit dem Mittelalter von einer weltlich-klerikalen Doppelspitze regiert: Der französische Staatschef übt gemeinsam mit einem spanischen Bischof die Fürstenherrschaft aus, die eher symbolischen Charakter hat.

Sarkozy sei nun bereit, mit dieser Tradition zu brechen, sagte Morano. Sie hatte am Vortag gemeinsam mit anderen Abgeordneten der konservativen Regierungspartei UMP mit dem Präsidenten über dieses Thema gesprochen. Sarkozy hat sich an die Spitze der Gegner von Steuerparadiesen gestellt und erhofft sich vom G-20 Gipfel Anfang April in London Weichenstellungen im Kampf gegen Steueroasen.

Andorra hat bereits angekündigt, die Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Kooperation in Steuersachen zu übernehmen. Entsprechende Gesetze sollen bis November folgen.

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