Steuersenkung
Seehofer stellt eigenes Steuer-Konzept vor

Im Steuerstreit der Koalition hat Seehofer ein eigenes Konzept zur Steuersenkung entwickelt. Insider berichten, er wolle Bezieher einfacher Einkommen durch die Einführung eines Soli-Freibetrags von 200 Euro entlasten.
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MünchenIm Steuerstreit der schwarz-gelben Koalition legt CSU-Chef Horst Seehofer nun ein eigenes Steuersenkungsmodell vor. Weil er eine Einkommensteuerreform wegen des Widerstands der Länder im Bundesrat nach wie vor nicht für umsetzbar hält, will er eine Entlastung der Bürger über den Solidaritätszuschlag erreichen. Grundzüge seines Modells skizzierte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch in einer internen Sitzung der CSU-Fraktion in München.

Seehofers Überlegungen laufen darauf hinaus, dass beispielsweise eine Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von bis zu etwa 50.000 Euro pauschal um rund 400 Euro jährlich entlastet wird.
Um dies zu erreichen, soll es einen Freibetrag beim Soli von 200 Euro geben. Hinzukommen soll eine sogenannte Kinderkomponente von etwa 100 Euro pro Kind. Seehofer strebe auf diesem Weg eine Entlastung der Bürger um insgesamt vier Milliarden Euro an, hieß es in der CSU. Das Modell sei aber noch nicht zu Ende durchgerechnet, wurde betont. Zudem wird ein Nachteil gesehen: Bezieher eines Jahreseinkommens von bis zu etwa 15.000 Euro profitieren nicht - diese zahlen keinen Soli.

Seehofer machte in der Fraktionssitzung nach Angaben von Teilnehmern deutlich, dass er eine Entlastung der Bürger über die Einkommensteuer für die bessere Variante halte. Das hatten vergangene Woche auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgeschlagen. Weil sie damit aber ohne Zustimmung der CSU vorgeprescht waren, hatte Seehofer massiv interveniert - es kam zum Koalitionskrach. In der Sache legte Seehofer Widerspruch ein, weil er das Modell nicht für umsetzbar hält. Denn einer Einkommensteuerreform müsste auch der Bundesrat zustimmen. Dort gibt es aber auch Widerstand von CDU- Ministerpräsidenten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Steuersenkung: Seehofer stellt eigenes Steuer-Konzept vor"

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  • Warum hat Merkel-Schäuble Seehofer übergangen? Na klar, damit die Steuersenkungspläne der FDP durch Seehofer torpediert werden. Aber das merkt ja keiner. Jeder nimmt das Schauspiel der Störmanöver und der Steuersenkungspläne ernst.Nebenbei treibt die CSU die Mautpläne voran. Dann wird es einen Rabatt auf die Maut geben für Familien mit mehr als 4 Kindern, aber nur eingeschränkt bei H4 und auf keinen Fall falls mehr als 1998 Euro Zinsertragssteuer pro Jahr anfallen, aber doch bei Nutzung eines Elektroautos mit insgesamt weniger als 49 KW auf den Vorderachsen usw. usw. Ruft die Rettung sagt der Wiener.Oder schafft den Seehofer nach Brüssel.

  • Seehofer hat nicht mehr alle Tassen im Schrank! Macht sich wichtig und heult rum, weil Rösli und Schäuble eine Einigung ohne ihn verkünden und dan bringt er so einen Schwachsinn hervor. Jetzt soll es also ein Freibetrag auf eine Steuer auf eine Steuer richten - wegen der Gerechtigkeit mit Kinderkomponente (natürlich nur wenn das Kleine nicht mehr als 10x pro Monat in der Nase popelt). Wie verwirrend soll denn das Steuersystem noch werden??? Das Finanzsystem ist irre und immer mehr Politiker haben nun auch BSE.

  • Der Mann ist politisch tot. Selbst CSU-Leute wählen demnächst Uhde. Sozis sind sie beide. Nur der echte ist intelligenter und hat mehr "drauf"! Seehofer ist und bleibt ein kleinkarierter Pillenzähler.

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