Steuerstreit
Schweizer Botschafter: Verhältnis zu Deutschland intakt

Nach dem Beschluss der Schweiz, das Bankgeheimnis zu lockern, erwartet der Schweizer Botschafter in Berlin eine rasche Entspannung im Steuerstreit mit Deutschland.

HB BERLIN. „Es geht jetzt darum, dass wir diesen Beschluss der Regierung, der ein großer Schritt ist für die Schweiz, dass wir den umsetzen, möglichst schnell“, sagte Christian Blickenstorfer im ZDF-„Morgenmagazin. Dann würden sich die Spannungen auflösen.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) habe mit seinen Äußerungen einen sensiblen Bereich angesprochen. „Das Bankgeheimnis ist etwas, das für die Schweizer wichtig ist“, betonte Blickenstorfer. Deshalb habe Steinbrück mit seinem „forschen Auftreten einen rohen Nerv getroffen“. Eine Entschuldigung erwarte die Schweiz aber nicht.

Deutschland und die Schweiz hatten sich zuvor bemüht gezeigt, nach den scharfen Tönen der vergangenen Wochen zu einer freundschaftlichen Zusammenarbeit zurückzukehren. Die Schweiz will das Bankgeheimnis lockern, nachdem auch die USA den Druck erhöht hatten. Am kommenden Mittwoch will die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey nach Berlin kommen und mit ihrem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprechen.

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