Stockende Gläubiger-Gespräche
S&P rechnet „sehr bald“ mit Griechenland-Pleite

Griechenland schlingert auf eine Staatspleite zu, denn eine Einigung mit den Gläubigern ist nicht in Sicht. S&P hat kaum noch Hoffnung für die Griechen und warnt schon vor den Folgen eines ungeordneten Zahlungsausfalls.
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AthenGriechenland steht nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's kurz vor einer Pleite. Wegen der hohen Verschuldung werde dies „sehr bald“ geschehen, sagte der Leiter des Länderbereichs Europa, Moritz Kraemer, am Montag Bloomberg TV. Eine ungeordnete Zahlungsunfähigkeit werde Auswirkungen auf andere Länder haben, deshalb versuche die Politik, dies zu verhindern. „Das Spiel ist noch nicht zu Ende“, sagte Kraemer.

Die Gespräche über die Gläubiger-Beteiligung stecken in einer Sackgasse und gefährden die Rettung Griechenlands. Die Regierung in Athen muss innerhalb von wenigen Tagen eine Einigung vorweisen, um nicht Ende März vor der Pleite zu stehen, wenn 14,5 Milliarden Euro an Anleihen fällig werden. S&P hatte erst am Freitag neun der 17 Euro-Staaten herabgestuft, darunter Frankreich.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble drängte die Finanzbranche zu Kompromissen in der Griechenland-Frage und forderte am Montag, die Banken dürften ihre Forderungen zum geplanten Anleiheumtausch nicht überziehen. Die Regierung in Athen muss innerhalb von wenigen Tagen eine Einigung vorweisen, um nicht Ende März vor der Pleite zu stehen, wenn 14,5 Milliarden Euro an Anleihen fällig werden.

Ministerpräsident Lukas Papademos versuchte offensichtlich gute Miene zum bösen Spiel zu machen und gab sich optimistisch. Er sei zuversichtlich, dass die Gespräche über die Gläubiger-Beteiligung binnen drei Wochen abgeschlossen werden könnten, sagte er in Athen. Trotz des baldigen Eintreffens der Troika von Vertretern der Europäischen Union (EU), der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) will sich Griechenland offenbar vorab mit dem IWF kurzschließen. Regierungskreisen zufolge reisten am Montag der Chef der Schuldenagentur und ein hochrangiger Berater nach Washington.

Die griechischen Probleme rückten wenige Tage nach der Herabstufung von neun Euro-Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor's wieder in den Mittelpunkt der Schuldenkrise. Die Differenzen zwischen der Regierung in Athen und den Gläubigern spiegelten sich auch in unterschiedlichen Aussagen wider.

Während Papademos eine Einigung innerhalb von drei Wochen für ausreichend hält, muss nach Einschätzung des Internationalen Bankenverbandes (IIF), der als Vertreter der privaten Gläubiger agiert, eine Grundsatzeinigung bis Ende dieser Woche auf den Tisch. Andernfalls wäre ein rechtzeitiger Abschluss nicht mehr machbar, sagte der IIF-Chef Charles Dallara.

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  • Diese 14,5 Milliarden sind alte Schulden und es steht lange fest, dass diese im März fällig werden. Allerdings steht auch schon lange fest - wird aber trotzdem von der Politik geleugnet - das Griechenland nicht nur hoffnungslos überschuldet, sondern auch ohne Schulden nicht in der Lage wäre einen Haushaltsüberschuß zu erzielen. Die administrativen Strukturen sind marode bis korrupt-mafiös und die Wettbewerbsfähigkeit ist gleich Null. Trotzdem wage ich zu prognostizieren, dass munter weiter unser aller Geld für diesen Saustall verbrannt wird.

  • Es können mittlerweile kaum noch ein Staat die Schulden bedienen, die Zinsen erdrücken die Staaten und machen sie abhängig von den Banken. Deswegen sind diese Ratingsfirmen absolut erforderlich nur leider zu zurückhaltend in ihrer Bewertung und auch noch einseitig in ihrer Bewertung. Die Bewertung der USA, England, Japan müssten viel tiefer stehen. Die Daten die, die Staaten herausgeben sind alle gefälscht und erlogen und da sind mir die Ratingsfirmen lieber.

  • Alle, die an einer ungeordneten Insolvenz Griechenland interessiert sind schielen wahrscheinlich auch auf die Aiszahlungen der Kredit-Ausfall-Versicherungen, die dann fällig werden und aufgeteilt werden, hoffentlich nicht auch an griechische Politiker als "Belohnung". Also dann gibt es zum Glück keinen Schuldenschnitt 50 %, nur die Versicherung, die die CDS auszahlen muss hat dann den riesigen schwarzen Peter (JP-Morgan ?).

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