Störung der Öffentlichen Ordnung
Mann für Tintenfass-Attacke auf Mao-Porträt verurteilt

Mao hängt seit Jahrzehnten an der Mauer zur Verbotenen Stadt. Das Porträt des chinesischen Revolutionsführer ist weltberühmt. Und gut bewacht. Dennoch hat ein Mann das Bild mit Tinte bespritzt. Er muss nun ins Gefängnis.
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PekingEin Chinese ist für eine Tintenattacke auf das übergroße Porträt von Revolutionsführer Mao Tsetung am Platz des Himmlischen Friedens in Peking verurteilt worden. Staatsmedien berichteten am Mittwoch, er habe vor Gericht die Tat gestanden. Wegen Störung der Öffentlichen Ordnung seien 14 Monate Haft gegen ihn verhängt worden.

Der 42-Jährige hatte am 6. März 2014 am Tiananmen-Platz das Porträt mit Tinte bespritzt, als der Volkskongress gerade seine jährliche Sitzung abhielt. Das Bild des chinesischen Revolutionsführers, des Gründers des kommunistischen China, hat große politische Bedeutung. Er selbst wird verehrt als Ikone der Kommunistischen Partei.

Das Motiv des Mannes wurde nicht bekannt. Die Tinte wurde damals sofort entfernt und die Ordnung auf dem für gewöhnlich streng bewachten Platz schnell wieder hergestellt. Wie es hieß war der Mann schon einmal verurteilt worden – wegen Kreditkartenbetrugs.

Es kommt immer wieder vor, dass verärgerte Menschen während der Tagung des Volkskongresses im März, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dann befinden sich auf dem Platz, auf dem 1989 mehr als 2000 protestierende Studenten durch Staatsgewalt ums Leben kamen, zusätzliche Sicherheitskräfte.

Im Jahr 1989 waren beispielsweise drei Männer zu 16 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie während der damaligen Demonstrationen für mehr Demokratie mit Tinte gefüllte Eier auf das Porträt des Gründers des kommunistischen Chinas geschleudert hatten. Vor rund zwei Wochen geriet auch Chinas berühmtester Fernsehmoderator Bi Fujian in Bedrängnis, nachdem bekannt geworden war, dass er Mao bei einem privaten Essen als „Mistkerl“ bezeichnet hatte. Berichten zufolge wurden seine TV-Shows eingestellt, während der Sender CCTV eine Untersuchung einleitete.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur

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