Strafmaßnahmen
EU-Staaten wollen Russland-Sanktionen verlängern

Die Botschafter der EU-Staaten wollen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängern – um weitere sechs Monate. Die Entscheidung fiel einstimmig. Nun müssen die Mitgliedsländer noch auf Ebene des EU-Rates zustimmen.

BrüsselDie Botschafter der 28 EU-Staaten haben sich Diplomaten zufolge auf die Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland um sechs Monate geeinigt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, sagten mehrere EU-Diplomaten am Dienstag. Lediglich in einem Land müsse noch das Parlament konsultiert werden, hieß es.

Die Strafmaßnahmen waren im Sommer 2014 wegen der russischen Unterstützung von Separatisten in der Ostukraine verhängt worden und sollen nun bis Ende Januar 2017 gelten. Dem Beschluss der Botschafter müssen die Mitgliedsländer noch auf Ebene des EU-Rates zustimmen, was voraussichtlich am Freitag geschehen soll.

Die EU macht eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland von der Umsetzung der Friedensvereinbarungen von Minsk abhängig. Der darin ausgehandelte Waffenstillstand für die Ostukraine ist zuletzt aber immer wieder gebrochen worden. Auch andere Vereinbarungen sind noch nicht umgesetzt. Strafmaßnahmen in Form von Einreiseverboten und Kontensperrungen wegen der russischen Annexion der Krim hatte die EU bereits vorige Woche verlängert.

In der EU gibt es immer wieder Diskussionen über die Maßnahmen, die neben dem niedrigen Ölpreis zu einer Schwächung der russischen Wirtschaft beigetragen haben. Während Großbritannien und Polen eine harte Haltung gegenüber der Regierung in Moskau vertreten, wollen Ungarn, die Slowakei und Italien eher auf Russland zugehen. Auch in der Bundesregierung gibt es zwischen Union und SPD dazu unterschiedliche Meinungen.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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