and Peking würden Sanktionen gegen Iran schmerzlich treffen. In den vergangenen Jahren haben Iran und China ihre Beziehungen kräftig ausgebaut. Dabei spielen vor allem die großen Abkommen im Energiesektor eine wichtige Rolle. „China hat ganz klar seine eigenen wirtschaftlichen Interessen in Iran“, sagt Zhang Xiaodong, Experte der Chinese Academy of Social Sciences in Peking. Sollte es zu einer Abstimmung über Sanktionen im Uno-Sicherheitsrat kommen, werde dies „eine sehr schwierige Entscheidung“ für Peking.
Laut der Iran-China Chamber of Commerce hat der bilaterale Handel 2005 um 50 Prozent auf zehn Mrd. Dollar zugelegt, bis 2010 wird gar mit 13 Mrd. Dollar gerechnet. Damit würde sich der Warenaustausch gegenüber 2000 verzehnfachen. Erst im Juni bestellte Teheran 278 Waggons für Personenzüge beim chinesischen Staatskonzern General Technology Group. Beim Ausbau der Metro in Teheran wollen ebenfalls Firmen aus China zum Zug kommen. Und für den Bau von Städten und Straßen sind bereits chinesische Bauunternehmen und Ingenieure vor Ort. Der chinesische Autohersteller Chery produziert seit 2003 in Iran. Die erste chinesische Autofabrik im Ausland hat eine Kapazität von 50 000 Fahrzeugen.
Vor allem durch Energieabkommen ist Iran zum wichtigen Schlüssel für Chinas Zukunft geworden. Vor zwei Jahren wurde ein „Jahrhundertdeal“ geschlossen: Der rund 100 Mrd. Dollar schwere Vertrag sieht Gaslieferungen über die kommenden 25 Jahre vor. Ebenfalls im Gespräch ist eine Pipeline über Kasachstan nach Indien bis China. Auch hier hoffen chinesische Firmen auf Großaufträge. Ebenso beim gemeinsamen Bau einer Raffinerie, die nach den Worten des iranischen Ölministers bereits beschlossene Sache ist. Zudem unterzeichneten vor einigen Monaten Chinas Ölfirmen Förderabkommen für große Vorkommen im Kaspischen Meer. An der Ausbeutung des Yadavaran-Feldes soll China starkes Interesse haben. Für Iran ist das Reich der Mitte schon jetzt größter Ölkunde – vor Japan. Irans Öllieferungen machen fast 15 Prozent aller chinesischen Ölimporte aus – und der Bedarf steigt weiter.
Durch den Atomstreit gestoppt worden ist dagegen die chinesische Unterstützung in Sachen Kernenergie. Wie Russland hatte auch China das iranische Atomprogramm gefördert, sagen Experten. Berichte, dass China ein komplettes Atomkraftwerk an Teheran verkaufen wollte, wurden Anfang des Jahres jedoch heftig dementiert. Ebenso wies Peking Behauptungen zurück, dass im Libanon-Konflikt auf Israel abgefeuerte Raketen „made in China“ seien. Diese Berichte seien völlig „grundlos“, erklärte Sun Bigan, Gesandter im chinesischen Außenministerium.
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