Straw macht El Kaida verantwortlich
Innenminister sieht Verbindung zu Synagogen-Anschlägen

Der türkische Innenminister Abdülkadir Aksu hat die drei Explosionen am Donnerstag in Istanbul in Verbindung mit den Selbstmordanschlägen auf zwei Synagogen am Samstag in der Stadt gebracht.

HB ISTANBUL/LONDON. Die Anschläge stünden in Zusammenhang, sagte Aksu dem TV-Sender CNN Türk. „Es kann sich um eine zweite Welle handeln“, sagte der Minister in Ankara. Berichte über eine dritte Explosion im asiatischen Teil der Stadt wurden offiziell nicht bestätigt.

Der britische Außenministers Jack Straw machte für die Anschläge die islamische Extremistengruppe El Kaida verantwortlich. Obwohl es noch keine klaren Hinweise auf die Verantwortlichen gebe, trügen die Anschläge „alle Merkmale der internationalen terroristischen Aktionen von El Kaida und mit ihr verbundenen Organisationen“, sagte Straw in London. Er sprach von „entsetzlichen terroristischen Akten“. Auch ein Sprecher des US-Präsidialamts sprach von „terroristischen Anschlägen“. US-Präsident George W. Bush hält sich zurzeit zu einem Staatsbesuch in der britischen Hauptstadt London auf.

Der türkische Außenminister Abdullah Gül, der sich zurzeit in Schweden aufhält, sagte zu den beiden neuen Anschlägen, die Türkei werde sich dem Terrorismus nicht beugen. „Das sollte jeder wissen“, zitierte ihn die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Bei den Bombenanschlägen auf das britische Generalkonsulat und die britische Bank HSBC sind nach vorläufigen offiziellen Angaben fünf Menschen getötet und 169 verletzt worden. Türkische Nachrichtensender berichteten, dass es sich vermutlich um Autobomben handelte.

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