Streik lähmt Greichenland
Öffentliches Leben nahezu eingestellt

Flugzeuge bleiben am Boden, Züge und Fähren fahren nicht, Behörden bleiben geschlossen. Die Krankenhäuser arbeiten mit Notbesetzung. Der Generalstreik legt Griechenland wie geplant lahm.
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AthenIn Griechenland hat ein landesweiter Streik zu schweren Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens geführt. Hunderte Flüge wurden am Donnerstag abgesagt, Behörden blieben geschlossen, Züge und Fähren fuhren nicht. Der öffentliche Nahverkehr war stark eingeschränkt, Krankenhäuser arbeiteten nur mit Notbesetzung.

Tausende Demonstranten wurden zu einem Protestmarsch in Athen erwartet. Gewerkschaften hatten zu dem ersten großen Ausstand seit Monaten aufgerufen, um gegen Entlassungen und eine Rentenreform zu protestieren. Die Maßnahmen zur Haushaltssanierung werden von der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds gefordert (IWF) im Gegenzug für Milliardenhilfen an das Euro-Land.

Die Gewerkschaft des Privatsektors GSEE erklärte, sie leiste Widerstand gegen den „dogmatische Zwang zur Sparpolitik“ der Regierung in Athen und der internationalen Geldgeber. Sie warf der Regierung vor, den Arbeitsmarkt „ins Mittelalter“ zurückführen zu wollen. Auch die Gewerkschaft Adedy des öffentlichen Dienstes rief zum Ausstand auf.

Der letzte Generalstreik der beiden Organisationen war im April. Seitdem hat die Protestbereitschaft der Griechen abgenommen, deren Ärger langsam in Resignation umgeschlagen ist. Die Bevölkerung leidet unter drastisch sinkenden Einkommen und einer hohen Arbeitslosigkeit. Die Quote liegt bei 25 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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