Streik nähert sich dem Ende
Frankreichs Eisenbahner gehen wieder an die Arbeit

Nach neun Tagen massiver Verkehrsbeeinträchtigungen geht der Eisenbahnerstreik in Frankreich zu Ende. Die überwiegende Mehrheit der Betriebsversammlungen der Bahngesellschaft SNCF beschlossen am Donnerstag, wieder an die Arbeit zu gehen. Auch die Beschäftigten der Pariser Verkehrsbetriebe RATP votierten mehrheitlich für ein sofortiges Ende des Streiks.

HB PARIS. Der Streik der Eisenbahner in Frankreich nähert sich dem Ende. Nach Darstellung der staatlichen Bahngesellschaft SNCF stimmten am Donnerstag 42 von 45 Streikversammlungen für ein Ende des seit neun Tagen andauernden Arbeitskampfes. Weitere Abstimmungen seien für den Tag geplant. Bereits ab dem Nachmittag sollten wieder drei von vier Metros fahren, hieß es in einer Erklärung der RATP.

Der Ausstand richtet sich gegen Pläne von Präsident Nicolas Sarkozy, das Rentenalter für Mitarbeiter von Staatsbetrieben anzuheben. Darüber wird seit Mittwoch verhandelt, was zusätzlich Erwartungen in ein Ende des Streiks weckte. Der Streik kostete die Volkswirtschaft nach Angaben der Regierung zwischen 300 und 400 Millionen Euro pro Tag.

Nach Darstellung der SNCF ließ die Teilnahme an dem Arbeitskampf in den vergangenen Tagen ohnehin erheblich nach. So seien am Donnerstag mehr Züge und U-Bahnen gefahren als Anfang der Woche. Gleichwohl sorgte der Streik erneut für erhebliche Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Die Welle der Arbeitsniederlegungen hatte am Dienstag ihren Höhepunkt erreicht, als zusätzlich Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes aus Protest gegen Lohnkürzungen und Stellenabbau für einen Tag in den Streik traten.

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