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Streik: Portugiesen protestieren gegen Sparprogramm

Aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung sind die portugiesischen Eisenbahner am Dienstag in Streik getreten. Auch die Fährverbindungen und zahlreiche Buslinien wurden bestreikt. In Griechenland geht der Ausstand ebenfalls weiter.

Portugals Ministerpräsident José Sócrates. Das Sparprogramm der Regierung sorgt in der Bevölkerung für Unmut. Quelle: Reuters
Portugals Ministerpräsident José Sócrates. Das Sparprogramm der Regierung sorgt in der Bevölkerung für Unmut. Quelle: Reuters

HB LISSABON/ATHEN. Im Großraum Lissabon kam es am Morgen zu zahlreichen Staus, weil Pendler aus dem Umland mit dem Auto zur Arbeit fahren mussten. Der U-Bahn-Betrieb in der Hauptstadt selbst war von dem Streik allerdings nicht betroffen, auch einige Busse fuhren.

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Die sozialistische Regierung hatte im März ein Sparprogramm vorgelegt, um sein Haushaltsdefizit von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wieder unter Kontrolle zu bringen. Dazu sollen Sozialausgaben gekürzt, Steuererleichterungen für bestimmte Gruppen abgeschafft und die jährlichen Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst unter der Inflationsrate gehalten werden. Zudem will das Finanzministerium durch Privatisierung von Staatseigentum sechs Milliarden Euro Schulden abbauen. Das Sparprogramm ist auf vier Jahre angelegt.

In streikgeplagten Griechenland sollen trotz der schwierigen Lage am Dienstag alle öffentlichen Verkehrsmittel in Athen für sechs Stunden lahngelegt werden. Zahlreiche Gewerkschaften kündigten weitere Streiks für Anfang Mai an.

Die Athener Presse geht davon aus, dass die Griechen den Gürtel noch enger schnallen müssen, um die dringend benötigten Gelder von der EU und dem IWF zu bekommen. „Zwei Löhne Opfer“, schrieb die regierungsnahe Athener Zeitung „Ta Nea“ am Dienstag. „Merkel sagt: Wir geben euch - aber ihr müsst bluten“, hieß es in der linksliberalen „Eleftherotypia“. Am Montagabend habe der griechische Premier Giorgos Papandreou mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. „Was da gesagt wurde, wissen nur wenige“, berichtete das Blatt weiter. Alle Medien waren sich weitgehend einig, dass die Gefahr einer Staatspleite auch nach möglichen Finanzspritzen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds für die nächsten Jahre nicht gebannt sein wird.

„An diesem Wochenende Einigung mit dem IWF“, titelte die konservative „Kathimerini“. Dann werde es sehr schnell mit den Krediten gehen. Griechenland hat klargemacht, dass es bis spätestens zum 19. Mai eine Milliardenhilfe braucht. Das Land könnte praktisch zahlungsunfähig werden, wenn es bis dahin keine neun Milliarden Euro findet. „Das kritische Datum ist der 19. Mai. Bis dahin muss die Unterstützung aktiviert sein“, hatte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou am Vorabend im griechischen Parlament gesagt.

  • 27.04.2010, 15:50 UhrAnonymer Benutzer: Melanie Gatzke

    Die benehmen sich wie Kinder. "ich will aber , ich will aber -dies und das".
    Doch was Mutter und Vater nicht hat, können sie nicht geben. Also kann das Kind wollen was es will, es geht eben nicht. Da hilft auch kein strampeln und toben, kein protestieren auf allen Vieren.. Verzicht will eben auch gelernt und geübt sein. Genau dazu werden die EU-Staaten jetzt gezwungen, freiwillig und mit Einsicht ging es nicht. Wir werden geändert werden, ob es uns passt oder nicht.Die Elite - oder was man als solche nennt, fordert ihren Preis.

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