Streit mit Russland: Polen: US-Raketenschirm sollte Nato-Projekt werden

Streit mit Russland
Polen: US-Raketenschirm sollte Nato-Projekt werden

Polen wirbt im Streit um den Bau eines US-Raketenabwehrsystems um die teils skeptischen Nato-Partner. Die Gefahr, dass das Projekt Europa erneut spalten könnte, wird in Warschau weit weniger stark gesehen als in Berlin.

WARSCHAU. "Ich denke, dass es später in ein Nato-Projekt überführt werden wird. Es ist jedenfalls polnischer Standpunkt, dass es ein Nato-Projekt werden sollte", sagte Pawel Zalewski, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des polnischen Parlaments, dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). Zugleich wies er die Sorge zurück, dass das Projekt Europa erneut spalten könnte. "Ich sehe die Gefahr nicht. Weil der Raketenschirm attraktiv ist, wird am Ende jeder daran teilnehmen wollen." Russland bezog er dabei allerdings nicht mit ein.

Am 5. März werde wohl der nationale Sicherheitsrat in Warschau das Thema diskutieren, sagte Zalewski. "Den Beginn von Verhandlungen mit den USA erwarte ich dann Mitte März." Zur deutschen Kritik an dem Projekt sagte er: "Ich höre unterschiedliche Töne aus Deutschland. Offensichtlich sehen einige CDU-Politiker das Projekt weniger kritisch als etwa Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Aber ich stimme ja zu: Das Projekt sollte in der Nato besprochen und später gemeinsam betrieben werden."

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