Streit um Atomwaffenprogramm: Iran weist US-Vorwürfe zurück

Streit um Atomwaffenprogramm
Iran weist US-Vorwürfe zurück

Der Iran hat US-Präsident George W. Bush nach dessen Drohungen im Atomstreit vor Eingriffen in die Souveränitätsrechte des islamischen Landes gewarnt. „Amerika mag keinen unabhängigen Iran“, sagte Irans Präsident Mohammad Chatami nach einer Kabinettssitzung in Teheran.

HB TEHERAN. „Die Frage ist aber, wie weit sie gehen können und welchen Preis sie zahlen müssen, um ihr Ziel zu erreichen.“ Bush wirft dem Land vor, heimlich Atomwaffen zu entwickeln, den Terrorismus zu unterstützen und Menschenrechte zu verletzen. Er hat wiederholt auch einen Militärschlag nicht ausgeschlossen.

Bei seinem Deutschland-Besuch äußerte sich Bush aber etwas versöhnlicher, indem er erklärte, die Diplomatie im Konflikt mit dem Iran habe gerade erst begonnen. Zugleich betonte er jedoch, alle Optionen seien weiter denkbar. Der Iran weist alle Vorwürfe der USA als Propaganda zurück.

„Wenn Bush vernünftig ist, sollte er wissen, dass die USA die Souveränität Irans nicht antasten können“, sagte Chatami. Sollten sie es dennoch versuchen, wäre der Preis für die USA deutlich höher als für den Iran. Iranische Regierungsvertreter betrachten die Erlangung der Unabhängigkeit in innen- und außenpolitischen Fragen als einen der größten Erfolge ihrer Islamischen Revolution 1979, bei der sie den von den USA gestützten persischen Schah gestürzt hatten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%