Streit um Dalai Lama
China sagt EU-Gipfeltreffen ab

Wegen eines Streits um den Europa-Besuch des Dalai Lama hat China ein für Montag geplantes Gipfeltreffen mit der EU abgesagt. EU-Ratspräsident Frankreich bedauert die Entscheidung, die Absage können die Beziehungen zu China um Jahre zurückwerfen.

HB BRÜSSEL. Die EU nehme die chinesische Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis, erklärte Ratspräsident Frankreich. China hatte diesen Monat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy vor einem im Dezember in Polen geplanten Treffen mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter gewarnt. Hart erarbeitete Errungenschaften in den Beziehungen zu China könnten verloren gehen. Der Dalai Lama soll auch das Europaparlament besuchen.

Frankreich erklärte, die Gemeinschaft werde sich weiter für eine strategische Partnerschaft mit China einsetzen, "besonders in einer Zeit, in der die weltweite Wirtschaftslage eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Europa und China erfordert." An dem Treffen mit dem Dalai Lama halte Sarkozy jedoch fest, sagte ein Regierungssprecher.

Der Dalai Lama macht sich für eine größere Autonomie seiner Heimatregion stark. Die Regierung in Peking wirft dem buddhistischen Geistlichen vor, Tibet von China abspalten zu wollen.

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