Streit um Gibraltar
Cameron fordert Einhaltung von EU-Recht

Großbritanniens Premier David Cameron erhöht den Druck auf die EU. Im Streit mit Spanien um Gibraltar hat er ein schnelles Handeln gefordert. Vor der Küste versenkte Metallstacheln hatten den Disput ausgelöst.
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LondonIm wieder aufgeflammten Streit mit Spanien um Gibraltar hat der britische Premierminister David Cameron einen schnellen Einsatz der Europäischen Union (EU) gefordert. Brüssel müsse so schnell wie möglich das versprochene Team von Beobachtern in das britische Überseegebiet schicken, sagte Cameron am Freitag in einem Telefongespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Die Kommission habe die Pflicht, die Einhaltung der EU-Gesetze zu überwachen. Cameron erklärte, Spaniens Handeln sei „politisch motiviert und unangemessen“.

Barroso erklärte nach Angaben eines Sprechers von Cameron, man beobachte die Situation genau. Man werde nicht davor zurückschrecken, notwendige Maßnahmen durchzusetzen, um die Einhaltung von EU-Recht sicherzustellen.

Spanien und Großbritannien streiten sich regelmäßig über den Felszipfel an der Südspitze der Iberischen Halbinsel, der seit rund 300 Jahren zu Großbritannien gehört. Vor einigen Wochen hatten die spanischen Behörden die Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar verschärft. Zuvor hatte Gibraltar Betonblöcke mit Metallstacheln im Meer versenkt, um ein künstliches Riff zu schaffen. Spanien wirft Gibraltar vor, damit die Arbeit der spanischen Fischer zu behindern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Streit um Gibraltar: Cameron fordert Einhaltung von EU-Recht"

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  • HAha, gut merken: UK fordert die Einhaltung von EU-REcht. DAs gibt´s doch sehr selten. Für gewöhnlich ist die EU doch nur Prügelknabe der britischen Presse und an allen Problemen UK´s schuld.

  • Britisches Überseegebiet? Gibraltar?

    Mit Europa wird es vermutlich schlimm enden. Ob Nordirland ob
    Autonomie -Forderungen in Spanien oder Gibraltar, die Menschen in Europa sind weit entfernt von einem geeinten Europa. Heimat und Zugehörigkeit kann man vermutlich nie auslöschen.

    Selbst wenn Europäische Politiker bei SPD/GRÜNEN Schulungen besuchen unter dem Motto: Alle haben Anspruch auf Heimat, niemand allein.

    Verstehen wird das keiner wollen, von den europäischen Politikern.

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