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Streit um Inselkauf: Gewaltsame antijapanische Proteste in China

Der japanische Kauf einer Inselgruppe im Ostchinesischen Meer wächst sich zum ernsten Politikum aus. China droht Japan mit Konsequenzen. Am Wochenende versuchten nun Demonstranten in Peking, Japans Botschaft zu stürmen.

Sicherheitskräfte drängen Demonstranten vor der japanischen Botschaft in Peking zurück. Quelle: dpa
Sicherheitskräfte drängen Demonstranten vor der japanischen Botschaft in Peking zurück. Quelle: dpa

Peking/BerlinVor der japanischen Botschaft in Peking ist es am Samstag zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Tausende Menschen protestierten dort gegen die ihrer Ansicht nach unrechtmäßige japanische Besetzung einer Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Demonstranten warfen Steine auf die Botschaft, japanische Flaggen wurden verbrannt. Als einige Teilnehmer der Kundgebung versuchten, die Absperrungen um die Botschaft zu durchbrechen, wurden sie von der Bereitschaftspolizei zurückgedrängt. Japanischen Medienberichten zufolge gab es auch Proteste in den chinesischen Städten Xian, Suzhou, Changsha und Nanjing. In Shanghai waren die Straßen zum japanischen Konsulat abgesperrt. Hunderte Polizisten ließen allerdings kleinere Gruppen von Demonstranten passieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen brach der japanische Außenminister einen Besuch in Australien ab und kehrte nach Tokio zurück.

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Die Spannungen zwischen Japan und China wegen der Inseln im Ostchinesischen Meer nehmen seit Wochen zu. In den vergangenen Tagen erlebten sie einen neuen Höhepunkt, nachdem die japanische Regierung die Inseln gekauft hatte.

Die Regierung in Peking hatte Japan gewarnt, ein Kauf der Inseln, die in Japan Senkaku-Inseln und in China Diaoyu-Inseln genannt werden, von privaten japanischen Besitzern werde als Affront betrachtet und Konsequenzen haben. Japan kontrolliert die Inseln seit 40 Jahren, nachdem sie von den USA, die sie im Zweiten Weltkrieg erobert hatten, aufgegeben worden waren. Beansprucht werden die Inseln aber auch von China und Taiwan.

Streit um Inselgruppe China schickt Kriegsschiffe

Der Streit um ein paar unbewohnte Inseln stürzten Japan und China in einen schweren Konflikt. Während in China die Wut über den einstigen Aggressor wieder hochkocht, pocht Tokio trotzig auf seine Ansprüche.

Streit um Inselgruppe: China schickt Kriegsschiffe

Eigentlich geht es nur um eine Handvoll unbewohnter Felseninseln im Ostchinesischen Meer - doch der Streit hat eine lange Geschichte. Die Inseln liegen 200 Kilometer nordöstlich von Taiwan. Seit Chinas Niederlage im chinesisch-japanischen Krieg 1895 sind sie unter der Kontrolle Tokios. Seit dem Zweiten Weltkrieg von den USA verwaltet, gingen sie mit der Rückgabe der Souveränität Okinawas 1972 wieder an Japan.

Da China jedoch alte Ansprüche auf das Territorium geltend macht, kommt es immer wieder zu Konflikten. Denn aus Sicht Pekings waren die USA aus historischen Gründen gar nicht berechtigt, die Inselgruppe an Japan zurückzugeben. Peking verweist auf Karten aus der Ming-Zeit (1368-1644), die nachwiesen, dass die Inselgruppe seit langem zu China gehöre. Angesichts großer Fischbestände und vermuteter Gas- und Ölvorkommen sind die Inseln auch von strategischer Bedeutung.

Demonstranten bei einer anti-japanischen Kundgebung in Zhenzhou. Quelle: AFP
Demonstranten bei einer anti-japanischen Kundgebung in Zhenzhou. Quelle: AFP

Mehrfach versuchten Aktivisten aus Taiwan und Hongkong, dort an Land zu gehen. In China selbst sind die nur von ein paar einsamen Ziegen bewohnten Inseln auch Teil immer wieder aufflammender antijapanischer Proteste. 2010 brachte die japanische Küstenwache in dem Seegebiet ein chinesisches Fischerboot auf. Nach einer Kollision wurde der Kapitän vorübergehend festgenommen. Der Vorfall belastete die bilateralen Beziehungen wie seit Jahren nicht mehr.

  • 16.09.2012, 09:09 UhrEnergieelite

    Der Staat Japan hat die Inseln vom Japanischen Besitzer gekauft ?
    Wie kommt China dann dazu Anspruch zu erheben ?
    Fisch und Ölvorkommen .......... Was hat die Japanische Regierung diese Woche beschlossen ? Atomausstieg bis 2040 !!! Klar das Energie nicht (noch nicht ) vom himmel fällt , irgendwie muss sich das Industrieland Japan (in dem es sehr wenig nutzbare Flächen gibt ) mit Energie versorgen , wenn es nicht mehr Mit Atomkraftwerken gemacht werden soll , dann eben mit Öl ! Darum werden wir dann auch blutige Kriege führen müssen , wie wir hier sehen und wie es sich gerade erst weltweit entwickelt .
    Japan sollte seine Kraftwerke laufen lassen , weit über 2040 hinaus !!!

  • 15.09.2012, 11:41 Uhrkah7

    Ich bin dafür, dass wir Deutschland auf die Grenzen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation von 1648 ausdehnen. Wir haben zwar einige Kriege und Gebiete verloren aber mit ein paar alten Karten und durchgeknallten Demonstranten bekommen wir diese bestimmt wieder zurück.

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