Streit ums Baskenland
Massendemonstrationen in Spanien

Zehntausende Demonstranten gingen am Samstag im nordspanischen Pamplona auf die Straßen. Grund war der anhaltende Streit um ein unabhängiges Baskenland und den Umgang der Regierung mit der Untergrundorganisation ETA.

HB MADRID. Zahlreiche Busse mit Anhängern der konservativen Oppositionspartei PP kamen am Samstag in der Stadt Pamplona an, um gegen den Umgang der Regierung mit der separatistischen Untergrundorganisation ETA zu protestieren. Nur rund 100 Meter von dem Protestzug entfernt, wollten Gewerkschaftler eine Gegendemonstration abhalten.

Die Großdemonstration der Opposition wird als ein Versuch gesehen, vor den Regionalwahlen im Mai und den Parlamentswahlen im kommenden Jahr Punkte gegen die Regierung zu sammeln. Die PP ist gegen Gespräche mit der ETA, solange diese nicht ihre Waffen niederlegt. Die Regierung hatte den Friedensprozess mit der ETA im Januar auf Eis gelegt, nachdem bei einem Bombenanschlag der Organisation in Madrid zwei Menschen ums Leben gekommen waren. Es wird jedoch darüber spekuliert, dass es zwischen der Regierung und dem politischen Flügel der ETA - der verbotenen Batasuna-Partei - Gespräche über eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gibt.

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