Stresstests für Atomkraftwerke
Oettinger sieht Wirtschaftlichkeit in Gefahr

Mit Warnungen vor dem Atom-Gau in Japan verschreckte er die Märkte, nun ängstigt EU-Energiekommissar Oettinger die Energiekonzerne: Nach den Stresstests könnten die AKWs so teuer werden, dass sie sich nicht mehr lohnen.
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BerlinEU-Energiekommissar Günther Oettinger kann sich vorstellen, dass der Betrieb von Atomkraftwerken in Europa nach dem geplanten Stresstest teurer und damit weniger rentabel wird. „Es wird mit Sicherheit zu notwendigen Nachrüstungen kommen“, sagte Oettinger dem ZDF-„Morgenmagazin“. Es sei möglich, dass diese Nachrüstungen die Kernkraftwerke so teuer machen, dass „dann die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist und die Atomkraft den Vergleich mit anderen Energieformen ziehen muss“, sagte Oettinger.  

Die Atomkraftwerke in der Europäischen Union (EU) würden bei dem geplanten Stresstest auf Gefahren durch Erdbeben, Hochwasser, Terrorismus, Flugzeugabstürze und Cyber-Angriffe getestet. Gleichzeitig würden die technischen Leistungen der Meiler geprüft. Der EU-Kommissar betonte, dass die Entscheidung über die Energietechnik nach wie vor von den EU-Mitgliedsstaaten selbst getroffen werde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Stresstests für Atomkraftwerke: Oettinger sieht Wirtschaftlichkeit in Gefahr"

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  • Einfach mal bei Wiki schauen, die Energieausbeute ist Höher als die eingesetzte Startenergie. Die Testanlage in Belgien läuft ja bereits...

  • Wer Filbinger hoch lobt, darf auch den Streßtest in Frage stellen.
    Für diesen Herren müssen wir uns mehr schämen als für Westerwelle.

  • Transmutation? Und wo soll die Energie herkommen?

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