Studie
104 Milliarden Euro für Europas Banken

In der Finanzkrise haben Europas Regierungen allein im vergangenen Jahr rund 104 Milliarden Euro über Beteiligungen in die Banken gepumpt. Das haben die Wirtschaftsprüfer von der PricewaterhouseCoopers errechnet. Nach Berechnungen (PwC) entfielen damit fast 70 Prozent des Transaktionsvolumens bei Fusionen und Beteiligungen (Mergers & Acquisitions/M&A) im Bankensektor 2008 auf Anteilskäufe von Staaten.

HB FRANKFURT. Zudem seien Regierungen bei 12 der 20 größten Transaktionen als Käufer aufgetreten, teilte PwC am Donnerstag in Frankfurt mit. „Bei Fusionen und Übernahmen in der Bankenbranche steht nicht mehr die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder im Vordergrund, sondern die Konsolidierung auf nationaler Ebene“, bilanzierte PwC- Partner Jens Rönnberg laut Mitteilung.

Im Vergleich zum Vorjahr fiel das M&A-Volumen im gesamten Finanzdienstleistungssektor von 208 Mrd. Euro auf 179 Mrd. Euro. Bereinigt um die staatlichen Aktivitäten wäre das Volumen sogar um 65 Prozent und damit unter den Wert des Jahres 2005 eingebrochen.

Im Zuge der Krise hatte unter anderem die britische Regierung Milliarden in die Rettung der Royal Bank of Scotland (RBS) und der Bankengruppe Lloyds Banking Group investiert und hält inzwischen die Mehrheit beider Banken, in den Niederlanden sprang der Staat dem Finanzkonzern ING Groep zur Seite, in Deutschland kam unter anderem Commerzbank in den Genuss staatlicher Hilfe und im Herbst 2008 als erste Landesbank die BayernLB.

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