Studie des IISS
Iran trennen Jahre von der Bombe

Iran ist nach Einschätzung des renommierten Internationalen Institutes für Strategische Studien (IISS) in London allein aus technischen Gründen noch "mehrere Jahre" davon entfernt, genug spaltbares Material für eine Atombombe produzieren zu können.

HB LONDON. Ob Teheran auch tatsächlich über das für den Bombenbau nötige Fachwissen verfüge, sei unklar, heißt es in einem Dossier über "Irans strategische Waffenprogramme", das die britische Denkfabrik am Dienstag veröffentlichte. "Irans nukleare Option steht nicht unmittelbar bevor", schlussfolgern die Experten.

Das "schlimmste denkbare Szenario" gehe davon aus, dass Teheran ohne jede Rücksicht auf internationale Reaktionen versuche, Atomwaffen zu bauen. Bislang habe sich die Führung in Teheran jedoch Zurückhaltung auferlegt, um eine Konfrontation zu vermeiden. Ob dies auch künftig so sein werde, hängt nach Ansicht der IISS-Fachleute auch davon ab, dass die weiteren Verhandlungen um das iranischen Atomprogramm mit dem nötigen Feingefühl geführt würden.

Die Wissenschaftler berufen sich bei ihren Einschätzungen auf die Untersuchungen der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) in Wien, Gespräche mit Experten und von der IAEO organisierte Besichtigungen iranischer Atomanlagen. Die IAEO selbst hat auch nach mehr als zweijährigen Inspektionen in Iran noch keine absolute Gewissheit darüber, ob Teheran nicht ein heimliches Atomprogramm zum Bau von Atomwaffen unterhält. Dies geht aus einem vertraulichen Bericht hervor, der den Mitgliedern des IAEO- Gouverneursrats in Wien jüngst vorgelegt wurde.

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