Studie des Nobelpreisträgers Deaton

Soziale Ungleichheit treibt Amerikaner in den Tod

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Eine Epidemie der Hoffnungslosigkeit?
Ihr Weg nach (fast) ganz oben
US-Demokratin Hillary Rodham Clinton
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Sie könnte die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika werden: Hillary Clinton gilt längst als Favoritin für die US-Präsidentschaftswahl 2016 – dabei hat sie bisher noch nicht einmal ihre Kandidatur bekannt gegeben.

Als eindeutiges Indiz für eine Kandidatur gilt ihr Bestseller „Hard Choices“
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Wie ein „Vorspiel für eine Kandidatur“ lese sich die Biografie von 2014, so das Urteil der New York Times. Die dazugehörige PR-Kampagne gleiche „einer beschleunigenden militärischen Operation“.

Bewunderung für Merkel
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In „Hard Choices“ schreibt die ehemalige US-Außenministerin auch über ihre Erfahrungen mit Staatschefs aus der ganzen Welt. Für die Bundeskanzlerin empfindet sie tiefe Bewunderung – und wird gern mit ihr verglichen.

Hillary Clinton genießt große Beliebtheit nicht nur bei US-Bürgern
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Bei Twitter hat sie 2,93 Millionen Follower, das Facebook-Profil „Ready for Hillary“ verzeichnet knapp 2,2 Millionen Fans. Nicht wenige davon stammen aus dem Ausland.

Präsidentschaftsvorwahlen 2008
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Die ehemalige First Lady hatte sich bereits 2008 als Kandidatin der Demokraten aufstellen lassen und sich einen langen Vorwahlkampf mit ihrem Parteikollegen Barack Obama geliefert.

Unterstützung für Obama
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Schließlich jedoch unterlag Clinton in der eigenen Partei und unterstützte Barack Obama später im Präsidentschaftswahlkampf.

Popularitätsschub als Außenministerin
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Forbes rankte sie 2011 als Nummer 16 der einflussreichsten Menschen der Welt; bis heute ist sie für Forbes die Nummer 6 der mächtigsten Frauen. Besonders als Außenministerin unter Obama von 2009 bis 2013 konnte Clinton ihre Popularität steigern.

Seit Mitte der 90er Jahre werden zudem immer mehr starke, opioid-haltige Schmerzmittel verschrieben – die Grenze zu einer Nutzung als Droge ist hier oft fließend. Die Forscher fordern deshalb striktere Verschreibungs-Regeln. Daneben seien aber auch tiefere soziale und ökonomische Probleme anzugehen. „Wenn das, was hier passiert, eine Epidemie der Hoffnungslosigkeit ist, dann sehen wir eine weitere schreckliche Folge von langsamem Wachstum und von wachsender Ungleichheit“, bilanziert Deaton.

In die durchschnittliche Lebenserwartung von US-Amerikanern, die für 2013 geborene Kinder bei 78,4 Jahren liegt, seien die Studienzahlen bereits eingerechnet, ergänzte Deaton auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie dürften die Kurve abgeflacht haben. „Die Lebenserwartung wird sich weniger schnell erhöht haben, als es ohne diese Epidemie der Fall gewesen wäre.“

In Deutschland steigt die Lebenserwartung weiter stetig an – für 2015 geborene Mädchen liegt sie bei fast 83 Jahren, für Jungen bei rund 78 Jahren. Allerdings erreicht sie nicht die weltweite Top-10. Entsprechend sank die Sterberate für das Alter von 45 bis 54 seit 1990 um etwa zwei Prozent pro Jahr. Starben 1990 noch über 450 pro 100.000 Menschen dieses Alters waren es 2013 rund 300 pro 100.000.

Und auch wenn derzeit alles stabil ist, sagt der Medizinsoziologe Prof. Siegfried Geyer (MH Hannover): „Wenn in Deutschland die gleichen Entwicklungen in dem gleichen Ausmaß eintreten wie in den USA, kann ein Sinken der Lebenserwartung durchaus vorkommen.“

Drogen- und Alkoholmissbrauch seien oft Folgen sozialer und ökonomischer Probleme, erläutert Geyer. Deshalb sei etwa nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in vielen osteuropäischen Ländern die Lebenserwartung stark gesunken. „Griechenland wäre ein Kandidat für eine solche Entwicklung.“

Umgekehrt sei in Deutschland für die Zukunft auch denkbar, dass eventuell sinkende Einkommen und Renten durch einen höheren Anteil arbeitender Frauen und gesündere Lebensführung aufgewogen werden könne. „An solchen Fragen sind wir gerade dran.“

  • dpa
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